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Vaile im Interview

„Ich will, dass es knallt!“

published: 24.02.2006

Vaile ist ein Fan von Kate Bush  (Foto: Public Address) Vaile ist ein Fan von Kate Bush (Foto: Public Address)

Die 25-jährige Berliner Musikerin Vaile veröffentlicht dieser Tage ihr zweites Album “Red Rain”. Vaile ist auch Schauspielerin: Seit dem 24. Januar ist sie in der täglichen ARD-Soap „Marienhof“ zu sehen. Sie hat in Hamburg und New York Schauspiel studiert. Im vergangenen Jahr schrieb Vaile die Musik für die Musical-Produktion „Das Feuerzeug“ am Mecklenburgischen Landestheater.

Vaile zeltete mit Pferden in der Wildnis Skandinaviens (Foto: Public Address)Vaile zeltete mit Pferden in der Wildnis Skandinaviens (Foto: Public Address)

Wolltest du eigentlich ursprünglich Musikerin oder Schauspielerin werden?
Vaile: "Ich wollte immer Musikerin werden. Bis ich sechs war, wollte ich allerdings Prinzessin werden, das ist ja klar. Ich glaube ja, dass man sich, wenn man ganz klein ist, gewisse Attribute wünschen kann. Prinzessinnen sind blond und blauäugig. (lacht). Deshalb habe ich auch immer geübt, Prinzessin zu werden. Irgendwann habe ich dann angefangen, Musik zu machen. Die Schauspielerei kam erst später. Ich war immer Musikerin. Ich wollte es nie werden, ich war es immer. Als ich dann angefangen habe mir Gedanken zu machen, was ich für eine Ausbildung mache, habe ich überlegt: Musik-Studium oder Schauspiel-Studium? Ich war in der Musik reifer und selbstbewusster und habe mir dann gesagt, ich lerne das, was ich weniger kann: die Schauspielerei."

Wann hast du angefangen, Songs zu schreiben?
"Ganz früh. Ich habe schon mit acht Jahren eigene Lieder gesungen und sie aufgeschrieben. Das waren dann solche Sachen wie ‚Die Wolken fliegen zum Horizont’ oder so etwas. Aber ich glaube, meinen ersten richtigen Song, mit dem ich auch aufgetreten bin, habe ich so mit zwölf geschrieben - auf Englisch. Ich wollte ja auch in Amerika berühmt werden und musste dann Englisch lernen. Das hat sich dann so entwickelt."

Ist das immer noch dein großer Wunsch, Amerika?
"Ja. Also nicht in Amerika berühmt zu werden, sondern in Amerika arbeiten zu können. Ich habe nicht mehr diesen Drang, berühmt zu werden. Ich möchte in dem, was ich kann und was ich mag, meine Musik und mein Schauspiel, arbeiten dürfen. Ob es nun mit Ruhm zusammenhängt oder nicht… "

Gibt es jemanden, von dem du der Meinung bist, dieser Mensch hat es hinbekommen, die Kombination zwischen Berühmtheit und wirklich guter Arbeit?
"Viele! Ich kann mir natürlich da kein Urteil erlauben, denn ich kenne keinen dieser Stars gut genug, also keine Arbeit dieser Stars. Und ich finde, es gibt natürlich immer wieder ein paar Frauen - Glenn Close zum Beispiel- die einfach unglaublich gut sind und dabei eine sehr starke Persönlichkeit behalten haben."

Und im Musikbereich? Gibt es da jemanden, den du besonders respektierst?

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