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CD-Tipp

Adam Green - „Jacket Full Of Danger“

published: 16.03.2006

Adam Green - „Jacket Full Of Danger“ (Foto: Rough Trade) Adam Green - „Jacket Full Of Danger“ (Foto: Rough Trade)

Adam Greens Ziel liegt in der Ziellosigkeit. Gibt man sich der musikalischen Reise auf seinem neuen Album „Jacket Full Of Danger“ hin, so glaubt man sich bei „Hollywood Bowl“ noch in der Welt Elvis Presleys zu befinden, bis man sich bei „Nat King Cole“ schon wieder zu Swing-Rhythmen bewegt und bei „Cast A Shadow“ der Illusion verfällt, das schönste Schlaflied von Herrn Green persönlich gesungen zu bekommen. In seiner Musik gibt es kein Ankommen, sondern nur unendliche Weite.

Ein wenig Folk, eine Prise Pop und Country („Party Line“) und eine Mischung aus Musical- und Zirkuselementen („White Women“), das ist Adam Green. Diese Mixtur wird zwischendurch mit Streichern unterlegt und von Texten über „Drugs“ und „Animal Dreams“ übertönt. Greens Stimme klingt dabei bassiger als früher, jedoch lässt sie immer noch sowohl Perverses als auch Unglaubliches gleichgültig klingen und führt wie ein roter Faden durch die verschiedenen Stationen. Die Reise durch Vergangenes, was er modern klingen lässt, dauert 30 Minuten und 32 Sekunden. In so kurzer Zeit schafft es Adam Green mal wieder, sich von dem musikalischen Einheitsbrei niveauvoll abzuheben. Trotz der Ziellosigkeit lässt einen der „amerikanische Adoptivsohn der deutschen Indieszene“ nicht orientierungslos zurück, sondern verführt den Hörer die Playtaste noch einmal zu drücken, um noch mehr zu entdecken.

[Alexandra Lauck]

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