Philippe im Interview

„Es wird noch härter!“

published: 25.02.2006

Verdankt seinen Durchbruch der Casting-Show „DSDS“ - Philippe (Foto: Public Address) Verdankt seinen Durchbruch der Casting-Show „DSDS“ - Philippe (Foto: Public Address)

In der ersten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ hat er zwar nicht den Wettbewerb, wohl aber viel Sympathie bei den Zuschauern gewonnen. Die erste Single des Sängers, „Warum“, hielt sich wochenlang in den obersten Rängen der deutschen Singlecharts. Jetzt singt „Funky Philippe“ sogar den Titelsong des Disney-Films „Himmel und Huhn“, der gerade in den deutschen Kinos angelaufen ist. Wir sprachen mit dem Musiker und jungen Vater über Berufliches und Privates.

• Du hattest einen Top-30-Hit mit der Single „Warum“. Wovon handelt die denn?
„Vom Betrogenwerden. Von der Beziehung zwischen Mann und Frau, von dem Seitensprung der Frau. Das habe ich selber allerdings nicht erlebt. Aber ich denke jeder weiß, wie es sich anfühlt - es reicht schon Eifersucht. Wenn beispielsweise der Freund/die Freundin am Abend alleine ausgeht und du zuhause sitzt und denkst: ‚Jetzt wird er/sie schon wieder angebaggert...’ Im Video dagegen geht es um die Beziehung zwischen Mutter und Vater. Das Kind bekommt die Trennung der Eltern mit und hat keinen Kontakt mehr zum Vater. Das ist aus meinem Leben, deshalb wollte ich das auch so machen. Ich wollte keine platte Liebes-Videostory.“

• Du hast einen kleinen Sohn. Wie alt ist er jetzt?
„Zweieinhalb. Er heißt Julien.“

• Bist du noch mit der Mutter zusammen?
„Ja, seit viereinhalb Jahren.“

• Viereinhalb Jahre ist eine lange Zeit, wenn man jung ist. Wie alt bist du genau?
„24, schon ein alter Opa (lacht). Nein, ich finde das gut so. Die Jugendlichen heute haben meiner Meinung nach mittlerweile zu wenige Werte. Es gibt viele Jugendliche, die einfach Kinder bekommen, weil sie es schick finden. Das bekommt man im Fernsehen immer mehr mit. Und genauso ist es, dass sie viel zu wenig um ihre Beziehungen kämpfen, nach dem Motto ‚Jetzt läuft es gerade nicht gut, dann verlass ich ihn/sie jetzt.’ Klar, auch bei mir und meiner Freundin gibt es Höhen und Tiefen. Aber man muss immer den Weg finden, dass es funktioniert. Deswegen bin ich natürlich stolz auf meine lange Beziehung, aber ich finde es auch gar nicht so besonders. Das ist ja gerade das Schlimme, dass so viele Leute sagen: ‚Was, ihr seid noch zusammen, oh?’, weil die es gewohnt sind, dass man getrennt ist. Und es gibt so viele Scheidungskinder, die auf der Strecke bleiben. Ich kenn’ das aus meinem Freundeskreis. Bei zehn Leuten sind neun Eltern geschieden.“

• Haben Du und Deine Freundin das Gefühl, dass ihr euer ganzes Leben zusammenbleiben wollt?
„Naja, heiraten nicht. Die Frage käme sicher gleich. Man kann nichts planen, deshalb will ich auch nicht heiraten. Wir können uns so einen Ring an den Finger stecken und uns die Treue schwören. Heiraten ist ein schöner Anlass, aber auch ein bisschen Heuchlerei. Denn du gibst das Eheversprechen und so was kann keiner geben, dass man immer diesen Menschen lieben wird. Das geht nicht, das kann keiner. Das sieht man an vielen Dingen. Lieber so, dass du nicht verheiratet bist. Auch wenn es um eine Trennung geht, das Schlimmste ist für die Kinder die Scheidung. Aber nicht, weil die Eltern sich trennen, sondern wegen dem ganzen Scheidungskrieg. Das kriegen die Kinder ja meist mit, wenn man vor Gericht muss und es ums Sorgerecht geht. Das sind Dinge, da darf man aber nicht dran denken, wenn man heiratet.“

• Sieht deine Freundin dass denn auch so?

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