CD-Tipp

The Alpine - "On Feel Trips"

published: 13.04.2006

The Alpine - "On Feel Trips" (Foto: Super Sonic Records) The Alpine - "On Feel Trips" (Foto: Super Sonic Records)

Fünf Feunde aus Aalborg wollen mit ihrem Debutalbum "On Feel Trips" der Erkenntnis "Life is so ironic 'cause it's never what it seems" die positive Seite entlocken. The Alpine vermischen die Einflüsse des Souls der 60er, Rockelemente der 70er und eine Prise Pop der 80er zu etwas Neuem.

Die Kunst dabei ist, nicht zusammenzuzwingen, was nicht zusammen gehört. Die Brücke, die The Alpine in ihrer Eigenheit schlagen, ist mehr als gelungen. Die Mixtur der verschiedenen Stile klingt frisch und übermittelt genug Motivation dafür, auch an grauen Tagen dem Leben nicht den Rücken zu kehren.

Das Album, das den Untertitel "Contemporary Danish Beat Music" trägt, beginnt mit dem Song "Box Office Band" - und sofort ist Abwechslung zu bekanntem Radiogedudel da. Der Song ist sowohl leicht verdaulich als auch mitreißend und erinnert wie das ganze Album an die positiven Dinge des Lebens und die kleine Freuden im Alltag.

Von den Fünf gibt Ida dem Gesang durch ihre außergewöhnliche Stimme, die sich von der männlichen Stimmfärbung absetzt, eine ganz besondere Note. Bei "Two Steps" überzeugt sie mit einem Solopart. Bei "Winnebago" hat man das Gefühl, die Band nehme sich selbst auch mal auf den Arm und nicht alles so ernst. Das Stück erinnert wegen der Pauken an Zirkus-Atmosphäre, das Pfeifen am Ende könnte aber auch beim Schlendern über den Jahrmarkt zu hören sein. Bei "Crazy Glue" wird es kurz ruhig, bis man zur Uptempo-Nummer "No I In Team" übergeleitet wird. Das Kernstück des Albums ist "High Underground". Dieser Track konzentriert die Alpine-typischen unterschiedlichen Popeinflüsse und will nicht mehr aus dem Kopf gehen.

Ihre aktuelle Single "Trigger" veranlasst zu überlegen, ob man The Alpine vielleicht als Neubegründer des dänischen Indie-Pop bezeichnen könnte. Sie klingen nicht britisch genug, um zum traditionellen Indie-Pop zu gehören, aber nordisch genug, um eine neue Stilrichtung zu definieren.

[Alexandra Lauck]

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