TV-Tipp

„Operation Okeanos”

published: 22.06.2006

Im Parque Oceanográfico trennt die Besucher nur eine Kunststoffröhre von den scharfen Zähnen der Haie. (Foto: Arte/Javier Yaya)Im Parque Oceanográfico trennt die Besucher nur eine Kunststoffröhre von den scharfen Zähnen der Haie. (Foto: Arte/Javier Yaya)

Im Jahr 2003 wurde im spanischen Valencia eines der größten Aquarien der Welt eröffnet. Der spanische Star-Architekt Antonio Calatrava hatte zuvor mit seinem Team den Bau auf einem 15 Quadratkilometer großen Gelände überwacht. Gelegen in einem alten Flussbett mitten in der Stadt, entstand auf dem Areal nicht nur eine gigantische Wasserlandschaft, sondern auch ein riesiges Kulturzentrum, das unter anderem auch die größte Oper Spaniens beherbergt. Die Attraktion auf dem Gelände ist aber das Aquarium. Durch sieben durchsichtige Kunststoffröhren laufen die Besucher auf dem Grund der Becken durch die nachgebauten Unterwasserlandschaften von Mittelmeer, tropischen Gewässern, Meeren der gemäßigten Klimazonen, Binnenmeeren, Ozeanen, Inselgewässern, Arktis und Antarktis.

Tausende von Muscheln und Pflanzen wurden für das Mammutprojekt aus aller Welt nach Valencia geschickt. Über 100.000 Fische, darunter auch große Haie und Weißwale, wurden gefangen und nach Spanien geschafft. Allein das Fangen der Tiere erwies sich bei einigen Arten als schwierig: In einem tropischen Becken sollten Tausende von exotischen Rifffischen ein neues Zuhause finden. Weil die Tiere aber sehr empfindlich sind, mussten alle Fische einzeln eingefangen werden. Um einige Stierhaie zu fangen, betäubte ein Haispezialist die Tiere mit einer speziellen Technik: Durch Fingerdruck auf die Nase können die über drei Meter langen Raubtiere in einen lethargischen Zustand versetzt werden….

Der spanische Star-Architekt Antonio Calatrava platzierte den Parque Oceanográfico in einem alten Flussbett. (Foto: Arte/Javier Yaya)Der spanische Star-Architekt Antonio Calatrava platzierte den Parque Oceanográfico in einem alten Flussbett. (Foto: Arte/Javier Yaya)



Der Film wurde 2002 - genau ein Jahr vor der Eröffnung des Aquariums - gedreht und zeigt die logistische Meisterleistung, die notwendig war, um ein solch gigantisches Projekt zu verwirklichen. Ein weiterer Aspekt des Films ist die Begegnung mit den Männern und Frauen, die sich um die Aufnahme und Betreuung der Tiere kümmern. Besonders die Arbeit der Taucher ist schwierig und riskant. Bestimmte Raubfische müssen zu festen Zeiten und an bestimmten Orten von Hand gefüttert werden, damit sich nicht alle Tiere gleichzeitig begegnen und übereinander herfallen. Täglich zehn Tonnen Nahrung werden verfüttert. Dabei sind 450 verschiedene "Diäten" zu beachten.

„Operation Okaenos”, 24.6., 20.45 Uhr; Arte

[PA]

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