Lucry im Interview

Reggaeton

published: 13.07.2006

In Jennifer Lopez′ Film "Reggaeton" hat Lucry eine Gastrolle (Foto: Public Address) In Jennifer Lopez′ Film "Reggaeton" hat Lucry eine Gastrolle (Foto: Public Address)

Er geht noch zur Schule, ist intelligent, nett und sieht super aus: Lucry. Und er steht vor einer großen Karriere. Wenn er Glück hat. Seine Ohrwurm-Single "Ayayay", ein Dancefloor-Kracher, steht ab Mitte Juli in den Läden, das goovige Album "El Latino Alemán" folgt im August. Das Besondere an Lucrys Musik ist die Mischung. Das, was in Amerika als Fusion von Latin und HipHop zu Reggaeton wurde, hat der 16-Jährige mit deutschen Texten und etwas mehr Pop-Appeal versehen. Damit nimmt der Berliner mit kubanischen Wurzeln Kurs auf die deutschen Charts. Vielleicht ist Lucry bald ein Superstar. Die Weichen sind alle gestellt – jetzt muss der Zug nur noch drüber fahren.

Reggaeton - was ist das überhaupt?
Lucry: „Reggaeton ist eine Mischung zwischen HipHop, Dancehall, Reggae und verschiedenen Elementen aus der lateinamerikanischen Musik wie Salsa, Bachata, Merengue. Und das ist eine sehr aufregende Mischung.“

Wie ist Dir das begegnet?
„Begegnet ist mir das in einem von meinen jährlichen Urlauben in Kuba. Da ist Reggaeton schon seit Jahren sehr groß und wird von allen Leuten gefeiert - von Kiddys bis zu den Erwachsenen und zu den Opas. Das ist echt krass. In ganz Lateinamerika ist das schon so und jetzt ist es auch in die USA geschwappt. Dadurch, dass ich jedes Jahr in Kuba bin, um meine Familie zu besuchen, bin ich dann auch darauf gestoßen und habe mich sozusagen in die Musik verliebt.“

Bist Du dort oder in Berlin geboren?
„Ich bin in Berlin geboren.“

Lucry übte sich schon als Support von Chris Brown. (Foto: Public Address)Lucry übte sich schon als Support von Chris Brown. (Foto: Public Address)

Was gefällt Dir besonders gut am Reggaeton?
„Das ist die Mischung. Ich wollte nicht so sein wie andere, sondern die Musik auf ein nächstes Level bringen. Und das habe ich in der Reggaetonmusik entdeckt, weil die verschiedene Stile gemischt hat und etwas Gutes dabei herausgekommen ist. Es ist eine sehr positive Energie, die dabei rüberkommt und ich war fasziniert, wie daraus schon eine Kultur entstanden ist, wie die Leute dazu tanzen und so. Das ist echt schön.“

Wie passen deutsche Texte dazu?
„Dazu kann alles passen. Und weil ich einer bin, der immer versucht, etwas Neues zu machen, habe ich mir gedacht: `Okay, wenn ich jetzt Reggaeton auf Spanisch mache, ist das natürlich gut, weil ich damit auch die anderen erreiche.’ Aber um etwas Neues zu schaffen, wollte ich es dann auf Deutsch machen. Und dann habe ich eine Mischung aus HipHop und Reggaeton gefunden und mit meinem eigenen Stil gemischt - auf Deutsch.“

Was ist mit dem Vorurteil, dass die Deutschen nicht tanzen wollen und können? Wie sind die Reaktionen in Deutschland auf Deine Musik?
„Die Reaktion war bisher positiv. Die Leute bekommen endlich einmal positive Musik ab, zu der sie tanzen und abfeiern können. Ich glaube schon, dass die Musik hier eine Chance hat.“

Inwieweit hast Du an den Songs auf Deinem Album mitgearbeitet?

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