CD-Tipp

Jurassic 5 - "Feedback"

published: 12.08.2006

Jurassic 5 - "Feedback"  (Foto: Interscope) Jurassic 5 - "Feedback" (Foto: Interscope)

Jurassic 5 (J5) kehren nach einer dreijährigen Pause mit ihrem vierten Album "Feedback" zurück. Zwar ohne DJ Cut Chemist, der gerade sein Solodebüt "The Audience’s Listening" veröffentlicht, dafür aber durch zahlreiche externe Produzenten verstärkt. So tummeln sich neben Nu-Mark jetzt auch SALAAMREMI.COM, Bean One oder Exile an den Reglern und hauchen dem Sound von J5 neue Varianten ein. Aber keine Panik, auch wohlbekannte Klänge finden sich auf der Scheibe wieder, die vor allem durch ihren Abwechslungsreichtum besticht.

Mit "Back 4 U" drehen die Rapper die Zeit zurück und feiern ihr Dasein mit großem Publikum. Mit dominanter Bassdrum und dem seidigen Bariton von Chali 2na ist der Einstieg für eine knappe Stunde klischeelosen HipHop geschaffen. Der Umschwung zu "Radio" demonstriert sofort, dass keine Langeweile aufkommen wird. Der Sound wechselt nun in synthesizerlastige Sphären und die Jungs erzählen vom "Streetlife" und ihren Anfängen in den guten alten Achtzigern.



Spätestens mit dem dritten Track ist bewiesen, dass J5 kaum musikalische Grenzen kennen. "Brown Girl", von Brick&Lace sehr kühl und sexy gesungen, überträgt den alten Scott-Storch-Gassenhauer "Brown Girl In The Ring" in die HipHop-Ära und schafft es, der Nummer mit neuem, groovigem Beat den Bierzeltmuff auszutreiben.

Bei "Gotta Understand" zeigt sich Bean One als verantwortlicher Produzent und zieht mit dunklem R´n´B-Klang und zeitweilig aufkommenden Prince-Visionen den Hut tief ins Gesicht. Ladies and Gentlemen, mit "In The House" dürften dann auch die alten J5-Fans glücklich werden, schließlich präsentieren die Rapper hier eine mitreißende Oldschoolnummer.

Im folgenden "Baby Please" wird es auf einmal sehr schnell: Die rasenden, gitarrenumspielten Double-Time-Raps und der Uptempo-Beat verleihen dem Song etwas Reggae-Mäßiges. Das poppigere "Work It Out" entstand in Zusammenarbeit mit Dave Matthews, mit dem J5 unlängst tourten. Entspannte, chillige Töne animieren zum Zurücklehnen und Genießen.

Ein Highlight erfreut am Ende des Albums: Nu-Marks "Canto De Ossanha". Der südamerikanisch anmutende DJ-Track zeigt die Variantenbreite des Künstlers und die Rhythmus-Sektion überzeugt auch hier. Als Bonustrack liefern J5 gleich nochmal ihre Oldschool-Hymne "What´s Golden" mit: weil´s so schön war.

Ob Reggae, Soul, Latin oder Funk, irgendwie vereinen die Amerikaner alle Stile zu einem interessanten HipHop-Sound, der ihnen auch mit diesem Album wieder viele Fans einbringen dürfte.

[Franzisca]

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www.jurassic5.com

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