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TV-Tipp

„Die Rapoports – Unsere drei Leben“

published: 09.09.2006

Mitja und Inge Rapoport 1950 mit ihren drei Kindern in Cincinnati, kurz vor ihrer Flucht aus den USA.  (Foto: SWR/Disse) Mitja und Inge Rapoport 1950 mit ihren drei Kindern in Cincinnati, kurz vor ihrer Flucht aus den USA. (Foto: SWR/Disse)

Als sich Inge Syllm und Mitja Rapoport 1944 am Children's Hospital in Cincinnati kennenlernten, waren beide schon 32 Jahre alt. Bevor die beiden jüdischen Wissenschaftler eine Anstellung an dem damals wichtigsten Kinderkrankenhaus der USA bekommen hatten, waren sie aus ihrem Heimatland Deutschland vor den Nazis geflüchtet.

Bereits Anfang der 40er Jahre hatte Mitja eine Lösung entdeckt, rote Blutkörperchen haltbar zu machen. Was bis heute die Vorraussetzung für Blutkonserven ist, galt damals als Sensation: Amerikanische Soldaten, die auf den Schlachtfeldern des Zweiten Weltkrieges verwundet wurden, konnten direkt versorgt werden. Der Biochemiker erhielt dafür einen der höchsten Orden der USA. Trotzdem bekam das junge Paar bald Probleme in Amerika. Als die beiden überzeugten Sozialisten in Ohio Freizeittreffs zwischen Schwarzen und Weißen organisierten und sich offen zu kommunistischen Ideen bekannten, rief das den berüchtigten Kommunistenjäger McCarthy auf den Plan. Die Situation eskalierte, als sich Mitja im August 1950 auf Vortragsreise in Europa befand. Hals über Kopf flüchtete die schwangere Inge mit ihren drei Kindern zu Mitja nach Wien. Doch auch in der neuen Heimat spürten sie noch den Einfluss der Amerikaner. Alle Anstrengungen des Wissenschaftlers, eine neue Arbeit zu finden, scheiterten.

Fast zwei Jahre wussten die Rapoports nicht wohin. Ausgerechnet die DDR nutzte ihre Chance: 1952 folgte Mitja einem Ruf an die Humboldt-Universität in Ost-Berlin, obwohl Inge Deutschland nie wieder betreten wollte. Der Aufbau des sozialistischen Landes übte auf beide einen großen Reiz aus.

Die Rapoports in ihrem Garten in Berlin-Niederschönhausen. (Foto: SWR/Disse)Die Rapoports in ihrem Garten in Berlin-Niederschönhausen. (Foto: SWR/Disse)

Der Film von Britta Wauer und Sissi Hüetlin erzählt das ereignisreiche Leben der beiden Wissenschaftler Mitja und Inge Rapoport. Nach Stationen in den USA und Österreich fand das Paar schließlich in der DDR seine Heimat. In der Doku kommen neben den Rapoports auch Freunde, Weggefährten, ihre Kinder und auch der amerikanische Folksänger Pete Seeger, dessen Musik die Rapoports über Jahrzehnte begleitet hat, zu Wort.
"Die Rapoports - Unsere drei Leben" wurde 2005 mit dem renommierten Grimme-Preis ausgezeichnet. Knapp zwei Jahren nach der Reportage, die 2002 entstand, ist Professor Mitja Rapoport am 7. Juli 2004 in Berlin verstorben.

„Die Rapoports – Unsere drei Leben“ 09.09., 18.00 Uhr; ProSieben

[Jörg]

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