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CD-Tipp

Fergie - "The Dutchess"

published: 27.09.2006

Fergie - "The Dutchess"  (Foto: Universal) Fergie - "The Dutchess" (Foto: Universal)

„Listen up y'all!" fordert Will.I.Am von den Black Eyed Peas für seine auf Solo-Pfaden wandelnde Band-Kollegin Fergie. Neben dieser verbalen Unterstützung, produzierte er auch etliche der Songs ihres neuen Albums "The Dutchess".
Mit welchen Erwartungen also soll man an das Album einer Sängerin herangehen, die uns mit ihrer Band Hits wie „Shut Up" oder „Let's Get Retarded" beschert hat? Die erste Single lässt es bereits erahnen, Fergie bleibt sich und dem Sound der Black Eyed Peas treu. In „London Bridge" gibt sie sich so provokant und sexy, wie wir sie noch von „My Humps" kennen. Ein Song, der sich sofort im Gehörgang einnistet, wenn da nur nicht dieser Hintergedanke wäre. Haben wir dazu nicht schon im letzten Sommer getanzt? Etwas einfallsreicher hätte es hier wirklich sein dürfen.



Fergie hat allerdings nicht nur bei Gwen Stefani gut hingehört. Auch die mittlerweile etwas abgenutzte „-licious" Wortneuschöpfung, mit denen einst Destiny's Child jungen Mädchen zu mehr Selbstbewusstsein verhelfen wollten, wird in dem Opener „Fergalicious" abgekupfert. Schade eigentlich, denn der Track ist ein guter R'n'B-Song, auf dem auch Will.I.Am mit einem Rap-Part zum Zuge kommt.

Anspieltipps sind außerdem das groovig-freche „Pedestal", bei dem heftig am Sockel von Kritikern gerüttelt wird und der Reggae-Song „Mary Jane Shoes", zu dem die Bob Marley-Witwe Rita mit ihrer Band I-Threes den Backgroundgesang beigesteuert hat. „Clumsy" kommt naiv-niedlich rüber, ist aber nicht zuletzt durch das nette Arrangement ein Hinhörer. Dass Fergie sich auch an ernstere Themen heranwagt, erfahren wir in dem emotionalen „Losing My Ground". Hier spielt sie auf ihre von Drogenexzessen geprägte Vergangenheit an.

Ganz egal, ob Fergie rappt, lasziv säuselt oder mit voller Kraft singt, ihre Stimme ist bei allen Songs in gewohnter Qualität präsent.
Die Songs, bei denen das Album seine Schwächen aufzeigt, sind die Balladen „All That I Got", „Velvet" und vor allem das beinahe kitschige „Finally".

[Franziska]

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