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„Der Kongress der Pinguine“

published: 26.10.2006

Kaiserpinguine in der Akta-Bucht vor der deutschen Station Georg von Neumayer.  (Foto: ZDF/SF, Hans-Ulrich Schlumpf) Kaiserpinguine in der Akta-Bucht vor der deutschen Station Georg von Neumayer. (Foto: ZDF/SF, Hans-Ulrich Schlumpf)

Auf den ersten Blick wirkt die unendliche Eiswüste der Antarktis nicht einladend. Eis und Schnee, klirrende Kälte und heftige Stürme machen die Region im Norden für den Menschen zur Hölle. Für einige Tiere ist die Antarktis dennoch ein Paradies. Hier sind die menschenleeren Lebensräume, an die sie sich im Laufe der Evolution angepasst haben. Zu diesen Tieren gehören auch die Pinguine. Ihr dickes Fell schützt die tollpatschig wirkenden Tier vor der Kälte. Unter Wasser werden Pinguine zu Geschossen. Hier hilft den geschickten Schwimmern die Form ihres Körpers, große Geschwindigkeiten zu erreichen. Doch wie bei viel anderen Tieren auch ist der Lebensraum der Pinguine bedroht. Der Klimawandel könnte das ewige Eis zum schmelzen bringen. Die Tiere sind dem Menschen und seinen Machenschaften hilflos ausgeliefert. Doch was wäre, wenn sie plötzlich reden und ihre Meinung sagen könnten…?

Königspinguine im subantarktischen Süd-Georgien. (Foto: ZDF/SF, Hans-Ulrich Schlumpf)Königspinguine im subantarktischen Süd-Georgien. (Foto: ZDF/SF, Hans-Ulrich Schlumpf)

Mit einem Kunstgriff verleiht der Schweizer Filmemacher Hans-Ulrich Schlumpf den stummen Hauptdarstellern seiner filmischen Fabel Sprache: Ein Träumender erzählt in der Funktion eines "Dolmetschers" von den Sorgen der Tiere. In einem ungewöhnlichen Format vermischt der Film Realität und Fiktion, Tier-Doku und Fantasie-Film. Anhand von realen Tier-Bildern lässt der Film von 1993 Pinguine über Überlebensfragen und Umweltprobleme diskutieren: Es kommt zu einem „Kongress der Pinguine“. Trotzdem liefert Schlumpf auch Fakten. Er besucht Wissenschaftler einer Arktis-Station, die ihre Daten aus Bohrkernen aus dem Eis beziehen. Hier hat jeder Vulkanausbruch und jeder nukleare Test in der Menschheitsgeschichte seine Spuren hinterlassen. Das haben auch die Walfänger, die in der kleinen und längst verlassenen Siedlung Grytviken einst Raubbau an der Natur betrieben. So gerät der Film zu einem eindringlichen Plädoyer für die Erhaltung der Natur.

„Der Kongress der Pinguine“ 29.10., 13.30 Uhr; 3sat

[Jörg]

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