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CD-Tipp

Wolfmother - "Wolfmother"

published: 02.06.2006

Wolfmother - "Wolfmother" (Foto: Interscope) Wolfmother - "Wolfmother" (Foto: Interscope)

Schon das Albumcover verspricht eine Odyssee in vergangene Tage, als Black Sabbath und Iron Maiden noch aus rauschenden Hifi-Towern verqualmter, bierduftgeschwängerter Räume drangen und die Welt irgendwie noch echter war. Von manchen als würdige Nachfolger von Led Zeppelin gefeiert, veröffentlicht das australische Trio Wolfmother jetzt sein erstes Album in Deutschland.

Myles Heskett (drums), Chris Ross (bass/keyb) und Andrew Stockdale (voc/git) hatten schon 2004 in Eigenregie vier Titeln aufgenommen, was zu Angeboten von Plattenfirmen führte. Begleitet von Produzent Dave Sardy (Helmet, Marilyn Manson), entstand im selben Studio, in dem einst Pink Floyd "The Wall" aufnahm, das aktuelle Album. Ob es nun an den Sphären der Rock-Ikonen lag, bleibt fraglich, es entstand jedoch eine Scheibe, die so richtig rockt - im alten Stil.

Schnell wird klar, dass die Musik die Versprechungen des Covers hält. Ehrlicher, gitarrenlastiger Rock, treibende Drums und zwischendurch immer wieder die richtige Prise Gefühl erfreuen den geneigten Zuhörer. Der als Einstieg gewählte Song "Dimension" lässt keine Zweifel, welche Nische des Musikglobus' Wolfmother für sich beanspruchen, und versetzt, seinem Namen folgend, in eine andere Welt von headbangenden Langhaarträgern.

Im Folgenden beweisen Titel wie "White Unicorn" und "Woman" die Vielfältigkeit des Genres, mal treibend, mal stampfend sollten auch die imaginären Headbanger langsam zu schwitzen anfangen. Gut nur, dass sie mit "Where Eagles Have Been", "Mind´s Eye" oder "Vagabound" immer wieder zur Ruhe kommen können, um innere Bilder fliegen zu lassen und über den tieferen Sinn von was-auch-immer nachzugrübeln. Ob nun schnelle, von Breaks durchsetzte Nummern wie "Apple Tree" oder ruhigere wie "Tales" - der unbeschönigte, raue Sound, der tatsächlich aus echten Instrumenten gekommen sein könnte, überzeugt.

Insgesamt ist Wolfsmother eine schöne Mischung zwischen Momenten zum Abrocken und Gedankenreisen gelungen, die nicht auf ein Revival der späten Rockhelden sondern vielmehr auf jungen, unbefangenen Rocknachwuchs hoffen lässt. Wolfmother sind übrigens auch beim Southside/Hurricane vom 23. bis 25. Juni vertreten oder beim Highfield Festival am 19. August live zu erleben.

[Franzisca Teske]

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