Game-Kritik

„Heatseeker“

published: 22.04.2007

„Heatseeker“ ist für die Wii, PS2 und PSP erhältlich.  (Fotos: Codemasters) „Heatseeker“ ist für die Wii, PS2 und PSP erhältlich. (Fotos: Codemasters)

Neue Serien müssen sich erstmal gegen die etablierte Konkurrenz durchsetzen, was auch für das Flugzeug-Action-Spektakel „Heatseeker“ gilt, das es auf der PlayStation mit der scharfen Konkurrenz „Ace Combat“ aufnehmen muss. Und tatsächlich gibt sich das Spiel redlich Mühe, an die Action der klassischen Luftkampf-Serie heranzukommen. Dazu darf man in einem modernen Flieger Platz nehmen, wie etwa dem Tarnkappenjäger F-22 Raptor, der klassischen F-15 Eagle, der ultramodernen F35 Lightning II oder dem russischen Aerodynamikwunder SU-47 Berkut. Mit diesen Jets geht es dann an den Himmel und los in die Schlacht.Die Luftkämpfe selbst sind spektakulär schnell und voller Action, was auch ganz besonders durch das interessante Feature der „ImpactCam“ gefördert wird, durch die man in der Lage ist, einer abgefeuerten Rakete bis zu deren Einschlag zu folgen.

Und hier spätestens werden wir hellhörig, denn wo steckt in diesem Spiel der Sinn? Was ist das Ziel? Enttäuschenderweise gibt es da nichts Positives zu berichten. „Heatseeker“ ist plumpes Action-Geballer mit gewaltverherrlichender Tendenz. Keine Storyline, keine Sinnfrage, einzig stumpfsinnig mit Kriegsgerät durch die Lüfte jagen, um den Gegner zu erwischen. Das ist geradezu armselig. Es bleibt also die Frage offen, warum ein derartiges Kriegsgeballer von der USK die Wertung „Ab 12 Jahren“ bekommen hat. Hier kann man allen Eltern nur raten, sich nicht an die Wertung zu halten und das Spiel ihren Kindern nicht zur Verfügung zu stellen. Inhalt oder gar Reflektion über das Geschehen sind hier nicht zu finden.

Schade eigentlich, denn „Heatseeker“ offenbart sein bestes Feature auf der kinderfreundlichen Wii, wo man mit Hilfe des innovativen Steuerungssystems die Flugzeuge intuitiv mit den Händen lenkt und so fast so gesamtkörperlich mitfliegt. Da wird voll in die Kurve gegangen und wild mit den Armen gewedelt, um den Gegner abzuschütteln. Wie gesagt, eigentlich ist die Steuerung der Wii ein absolutes Highlight des Spiels, das jedoch nur minimal ins Gewicht fallen dürfte, angesichts der sonst extrem stumpfen Handlung und der inhaltslosen Botschaft solcher Action-Spektakel.

[Lars]

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