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CD-Rezension

No Angels - "Destiny"

published: 20.04.2007

No Angels - "Destiny"  (Polydor/Universal) No Angels - "Destiny" (Polydor/Universal)

Mit über fünf Millionen verkauften Platten drehten die No Angels zwei Jahre lang auf dem Promotion-Karussell ununterbrochen ihre Runden, angetrieben vom Management. Das Konzept der Band war einfach und nicht neu, sondern von einer englischen Girl-Group "entliehen", fünf optisch und stimmlich unterschiedliche Mädchen verkörperten verschiedene Charaktere, so dass für jeden Geschmack etwas dabei war. Die No Angels sackten alles an Preisen ein, was man sich vorstellen kann: Echo, Bambi, Bravo-Otto, 1-Live-Krone und World Music Award. Die Mädchen schafften es sogar, das Image der Casting-Band loszuwerden und der Etablierung als vollwertige Band schien nichts mehr im Weg zu stehen. Dann wurde Jessica schwanger, die übrigen Mitglieder zerstritten sich, durch die pausenlosen PR-Auftritte standen alle kurz vor dem Burnout und schließlich trennte sich die Band Ende 2003. Die wenig erfolgreichen Solo-Pfade führten die Ex-Engel durch Bundesvision-Song-Contest, Promi-Tanzen und Wok-WM.


Die No Angels wollen es nun zu viert, ohne Vanessa, nochmal wissen und legen mit "Destiny" ihr Comeback-Album vor. Sie präsentieren sich auf ihrem vierten Album erwachsener und Lady-like, die "Küken" sind zu jungen Damen gereift, wie der größte Teil der "alten" Fan-Gemeinde auch. Alle No Angels sind ohne Frage talentierte Sängerinnen, auch wenn es solo nicht gut geklappt hat, zusammen harmonisieren die Stimmen zum eigenständigen No-Angels-Sound mit hohem Wiedererkennungswert. Allerdings wird auf "Destiny" kein Risiko eingegangen, Balladen und Mid-Tempo-Nummern dominieren und leider steigt das Gefühl auf, die Songs schon mal irgendwo gehört zu haben. Andererseits läuft das Comeback gut an, das Album sowie, die erste Single "Goodbye To Yesterday", mit dem bedeutungschwangeren Titel, einer Abrechnung der Engel mit der Vergangenheit, stiegen beide auf Platz vier der Media Control Charts ein. Einzig die zweite Single "Maybe" mit der eingängigen Basslinie aus "Come Together" der Beatles, und der eindeutig von Nelly Furtado inspirierte Song "Been Here Before" heben sich positiv heraus und bleiben im Ohr hängen.

Die Zukunft wird zeigen, ob die Fans "ihren Engeln" treu geblieben sind und ob die No Angels mit "Destiny" neue Anhänger gewinnen können. Hätte Vanessa dem Comeback zugestimmt und die No Angels wären vollzählig angetreten, wäre die kleine Pop-Sensation größer ausgefallen. Man darf nicht vergessen, dass nach dem Ausscheiden von Jessica, als die No Angels das erste Mal nur noch zu viert unterwegs waren, die Erfolgskurve bereits begann, stark nach unten abzufallen...
Wiedervereinigung ohne Vanessa: Die No Angels(v.l.) (© Public Address)


[Jan]

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Links

www.noangels-music.de

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