Game-Rezension

"Harry Potter und der Orden des Phönix"

published: 11.07.2007

"Harry Potter und der Orden des Phönix" ist für PC,PS2, PS3, Wii und Xbox 360 erhältlich (Foto: EA)"Harry Potter und der Orden des Phönix" ist für PC,PS2, PS3, Wii und Xbox 360 erhältlich (Foto: EA)

Das Phänomen Harry Potter geht in der Buchform ja mittlerweile schon in die siebte Runde, während Film und Spielvariante noch bei Teil 5 fest hängen. Doch das stört uns wahre Zauberfans ja nicht weiter und so freuen wir uns auf die Abenteuer des 15-jährigen Harry, der sich bereits gleich zu Beginn mit einem Angriff der widerlichen Dementoren rumschlagen muss. Danach geht es nach Hogwarts, wo Harry neben einer intriganten Lehrerin auch jede Menge Anfeindungen und eine Anklage wegen Magienutzung in der Muggle-Welt erwarten. Damit aber nicht genug, der dunkle Lord Voldemort droht mit einem Angriff, und niemand scheint etwas dagegen unternehmen zu wollen. So entschließt sich Harry eine Armee zu gründen und diese selber für den Kampf auszubilden.

Das Spiel zum Film versucht die dunklere Atmosphäre des fünften Teils einzufangen und den Spieler vor einige knifflige Herausforderungen zu stellen. So muss man als Harry nicht nur eine Armee aufstellen und ausbilden, sondern auch noch das gesamte Gelände von Hogwarts erkunden, viele Aufgaben erfüllen und ganz nebenbei noch die Zauberprüfungen bestehen. Dazu kommen Nebenhandlungen und die Möglichkeit, in die Rolle anderer Charaktere wie etwa Dumbledore oder Sirius zu schlüpfen.
Insbesondere die Grafik in den Next-Gen Versionen und die originalgetreue Besetzung der Stimmen im Englischen sind dabei echte Highlights des Spieles, erlauben sie doch eine authentische Nähe zum Film. Im Deutschen geht das ein wenig verloren, aber zumindest die genial große Umgebung der Schule mit allerlei Geheimgängen, wandernden Treppen und fliegenden Geistern ist toll getroffen. Leider jedoch ist die Interaktivität dieser Umgebung nur mittelmäßig und beschränkt sich zumeist auf ein paar bewegliche Möbel und kaputte Statuen oder lose Bilder. Denn gerade die ganzen, nicht linearen Aufgaben des Spieles werden mit der Zeit einfach nur anstrengend, zu offensichtlich sind die Wiederholungen.

Dazu kommt, dass das Spiel über langes Strecken mehr aus Rätseln und Fleißaufgaben denn aus Action besteht und man mit Harry zum x-ten Mal durchs ganze Gebäude rennt. Überhaupt ist die Tatsache schade, dass man nicht mehr wie im letzten Teil mit seinen Freunden spielen kann. Der Kooperationsmodus ist komplett verloren gegangen und auch die simple Action des letzten Teils fehlt. Dafür ist das Magiesystem deutlich interessanter gestaltet worden, da man nicht mehr nur ein paar Knöpfe drückt, sondern durch die korrekten Gesten (am Ministick) zu seinen Zaubern gelangt. Wem also die Lauferei keinen Schrecken einjagen kann, der wird an „Harry Potter und der Orden des Phönix“ eine Menge schöner Seiten finden können. Ungeduldigen und Action-Suchenden sei aber abgeraten, da das Spiel teils sehr langatmig werden kann.

[Lars]

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http://harrypotter.ea.com

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