Maria Mena

Kein Popsternchen

published: 22.10.2007

Maria Mena ist in Norwegen schon seit Jahren eine bekannte Größe (Foto: Public Address)Maria Mena ist in Norwegen schon seit Jahren eine bekannte Größe (Foto: Public Address)

In ihrer Heimat Norwegen ist Maria Mena schon seit vier Jahren ein Star. Ihre erste Single "You Are The Only One" veröffentlichte sie mit gerade einmal 15 Jahren. Der fröhlich-freche Popsong über die erste große Liebe wurde 2004 auch in Deutschland ein Radio-Hit. Mittlerweile veröffentlicht die charismatische Sängerin ihr drittes internationales Album. "Apparently Unaffected" ist eine abwechslungsreiche Pop-Platte.

Gespickt mit gefühlvollen Balladen über schmerzliche Liebeserfahrungen und tanzbaren Poprock-Nummern zum Mitsingen, ist sie genau so abwechslungsreich wie Maria selbst.
Die bildhübsche 21-Jährige ist kein Popsternchen. Ihre Texte und Melodien denkt sie sich selber aus. Zwar spielt sie kein Instrument, doch ihre Musik ist erfüllt von ihrem zerbrechlichen und trotzdem willensstarken Charakter. Wer Maria einmal live gesehen hat, wird begeistert sein von der Authentizität und Lebensfreude, die in ihrer Musik stecken.

Ihre Vorbilder sind Singer/Songwriterinnen wie Kate Nash und Fiona Apple. Sie bewundert sie, weil sie "weiblich sind, ohne zu sexy und mädchenhaft zu wirken". Sie seien "einfach ehrlich zu sich selbst". Maria weiter: "Ich mag Frauen, die keine Probleme damit haben, durch ihre Musik auch über aggressive Gefühle zu sprechen - Frauen, die sich über das Image hinwegsetzen, das ihnen die Gesellschaft auferlegt, weil sie Frauen sind."
Ihre Eltern ließen sich scheiden, als Maria neun Jahre alt war. Danach litt sie unter Depressionen und schweren Essstörungen. Mittlerweile sieht sie wieder ganz gesund aus. Doch obwohl sie jetzt offen darüber spricht, merkt man ihr die Narben, die diese schwere Zeit bei ihr hinterlassen hat, deutlich an. "Hungern ist eine Art, mit seinen Problemen umzugehen", analysiert sie sich selbst. Magersucht sieht sie als eine psychische Krankheit und keine körperliche. Sie habe zwar Auswirkungen auf den Körper, entstehe aber nur im Kopf. Um über die negativen Gedanken hinweg zu kommen, überlistet Maria sich selbst: "Wenn ich mit meiner Band essen gehe, bestellen wir immer ganz viele verschiedene Gerichte. Jeder nimmt sich dann, was er möchte. Das ist für mich viel besser, als einen riesigen Teller vor mir zu haben und zu wissen, dass alle beobachten, wie viel ich esse."

Textet und Komponiert selber: Maria Mena (Foto: Public Address)Textet und Komponiert selber: Maria Mena (Foto: Public Address)

Der Gedanke, ihre Probleme könnten durch ein paar Pfunde weniger gelöst werden, kommen allerdings immer wieder. Vor allem die stilisierten Fotos von ihr in den Medien machen ihr Schwierigkeiten. "Ich hasse es, Sachen anzuprobieren, die mir nicht passen. Also bringe ich bei Foto-Shootings immer meine eigenen Klamotten mit."

Als junge, hübsche Frau haftet ihr ein bestimmtes Image an. Sie lerne immer noch, damit umzugehen, sagt sie. Trotzdem gibt sich Maria vor der Kamera entspannt, fast professionell. Ihr Süßes-Mädchen-Image, das sie vor ein paar Jahren noch hatte, scheint sie abgelegt zu haben. Sie wirkt wie eine erwachsene junge Frau, die gelernt hat, ihren Körper so zu akzeptieren, wie er ist.
Wenn Maria über ihre Zukunft spricht, fängt sie an zu schwärmen. Ihr Traum sei es, in Norwegen ein bodenständiges Leben zu führen und nebenbei zu touren. "Das würde beide Seiten nähren, die ich habe. In zehn Jahren werde ich glücklich verheiratet sein mit meinem jetzigen Freund und Kinder haben." Neben Familien- und Tourleben möchte sie noch ein Café in ihrer Heimatstadt Oslo eröffnen. Hoffentlich klappt alles so, wie sie es sich wünscht.

[Hana]

Amazon

Links

www.mariamena.de

Das könnte dich auch interessieren:

Hochschulkarte

Suche

Mimadeo / shutterstock.com
Über 19.000 Studiengänge an 747 Hochschulstandorten
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung