Mark Medlock im Interview

"Furzgage"

published: 25.10.2007

Mark arbeitete früher mal in einem Fischlager (Foto: Public Address)Mark arbeitete früher mal in einem Fischlager (Foto: Public Address)

Von der Müllabfuhr direkt ins Tonstudio: Mark Medlock schaffte mit "Deutschland sucht den Superstar" über Nacht den Sprung vom einen Extrem ins andere. Dieter Bohlens soulige Hälfte lässt auch nach dem Verblassen der vierten DSDS-Staffel von sich hören: mit dem neuen Album "Dreamcatcher" und der Biografie "Ehrlich". In ihr verarbeitet der aufgedrehte Offenbacher die schmerzlichen Erfahrungen seiner Kindheit sowie sein Leben vor und nach dem Finale der Casting-Show.

Zwischen zwei Fotoshootings beißt Mark genüsslich in sein Tomaten-Käse-Rucola-Brötchen und spricht mit Scoolz über Familie, Huckleberry Finn und einen Heiratsantrag.


* Du hast jetzt Dein neues Buch bei der Frankfurter Buchmesse vorgestellt. Kommt darin irgendetwas vor, was wir vorher noch nicht von Dir wussten?
Mark Medlock: "Da ist nichts drin, was ich nicht vorher schon erzählt habe. Es ist einfach nur ein bisschen intensiver beschrieben, wie das damals zu Hause war mit meinen Eltern und dem Brand in der Wohnung, damit die Leute auch verstehen, wie ich in der Zeit gelitten habe. Wenn ich das Buch lese, geht es mir auch nicht gerade gut."

* Wie kam das Buch zustande? Hast Du es wirklich selber geschrieben?
"Ich habe alles aufgeschrieben, was mir passiert ist. Danach habe ich alles nochmal auf Tonband aufgenommen."

* Liest Du denn privat auch einmal ein Buch?
"Mein eigenes Buch lese ich. Aber auch nur, wenn ich alleine bin."

* Um Dich vor Deiner DSDS-Karriere über Wasser zu halten, musstest Du ja auch diverse unangenehme Jobs annehmen...
"...zum Beispiel im Fischlager stehen, wo einem der Fisch entgegenspritzt..."

...oder auch bei der Müllabfuhr. Stimmt es, dass man da viel Geld verdient?
"Das ist ein Zeitarbeitsschema. Da verdient man aber eine Furzgage, ganz ehrlich."

* Was war das Schlimmste, was Dir bei Deinen Gelegenheitsjobs widerfahren ist?
"Dass die wegen irgendetwas Stress gemacht haben und mir dann gekündigt wurde - egal, ob ich pünktlich war oder nicht. Das Schlimmste war, morgens um zwei Uhr aufzustehen und bis um zwölf mittags zu arbeiten. Dann kommt der Kolonnenführer und sagt 'Du kannst dich hinten anstellen, wir haben keinen Platz mehr in der Kolonne für dich.' Das finde ich asozial."

* Jetzt hast Du zwar Deinen Traumjob, aber dadurch bestimmt auch total viel um die Ohren. Wie schaffst Du es, Deinen neuen Freund trotzdem zu sehen?
"Das ist im Moment echt knapp mit der Zeit. Er ist auch berufstätig, Filialleiter in einem Möbelgeschäft."

* Wie habt Ihr euch kennen gelernt?
"Das war in Berlin in einer Diskothek, als ich mir den Knöchel gebrochen hatte. Da stand er dann – mein hübscher, mein süßer, mein bildhübscher Daniel und es hat echt geknallt. Ich bin echt glücklich."

* Bist Du ein Familienmensch? Willst Du vielleicht einmal Kinder adoptieren?

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www.markmedlock.de

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