CD-Tipp

Wyclef Jean - "Carnival Vol. II..."

published: 19.11.2007

Wyclef Jean feiert mit "Carnival II: Memories of an Immigrant" das zehnjährige Bestehen seiner Solokarriere (Foto: Sony/BMG)Wyclef Jean feiert mit "Carnival II: Memories of an Immigrant" das zehnjährige Bestehen seiner Solokarriere (Foto: Sony/BMG)

Mit dem sinnlichen und wunderschönen Album "Carnival II: Memories Of An Immigrant" feiert Wyclef Jean das zehnjährige Bestehen seiner Solokarriere. Statt sich auf seinem Star-Status auszuruhen und einfach bisherige Erfolgsrezepte aufzuwärmen, hat sich der Sänger, Songwriter, Rapper und Produzent hörbar Mühe gegeben, innovativ und trotzdem seinem Stil treu zu sein. Die erste Hälfte des Albums ist melodiös, ruhig und gesangslastig. Später kommt durch dezente HipHop- und Reggaeton-Einflüsse Partystimmung auf.

Um einen Geschmack vom Sound der CD zu bekommen, eignet sich beispielsweise der Track "Any Other Day" mit Nora Jones. Er ist repräsentativ für Wyclefs Talent, mit der akustischen Gitarre nachdenkliche Popsongs zu machen und den Opfern der Hurricanes "Rita" und "Catrina" gewidmet. Einerseits zutiefst ergreifend durch Text und instrumentale Unterlegung, ist der erste Teil der Scheibe andererseits ein solcher musikalischer Genuss, dass der Hörer dazu angeregt wird, in sich hinein zu schauen und eine Weile zu verharren.

Doch grade wenn man denkt, dass das Album eigentlich nur noch aus diesem gediegenen Popgesang besteht, beweist Wyclef mit "Bollywood to Hollywood", dass er dem HipHop nicht völlig den Rücken zugekehrt hat. In "Touch A Button/Carnival Jam" hört man Michael-Jackson-Einflüsse zu "Billie Jean"-Zeiten heraus. Auch das quirlige "Selina" sorgt mit Latin- und Reggaeton-Ansätzen für Abwechslung und Tanzlaune. Und somit regt das Album am Ende doch noch zum Feiern an.

[Gesche]

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www.wyclef.com

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