Unbeschwert genießen die Freunde Amir (Zekeria Ebrahimi) und Hassan (Ahmad Khan Mahmidzada) (v.l.) ihre Kindheit im Afghanistan der 70er Jahre (Foto: Paramount Vantage)Wenn der Körper zu viele Stresshormone produziert, kann es zum Blackout kommen (Foto: Public Address)Holly (Hilary Swank) und Gerry (Gerard Butler) wollen ihr Leben miteinander verbringen (Foto: Tobis Film)Oft hebt man viel zu viele alte Dokumente auf (Foto: Elena Elisseeva/shutterstock.com)"The Legend of Spyro: The Eternal Night" ist für PS2 und Wii erhältlich (Foto: Vivendi Universal)Die Gruppe macht eine Pause am Fluss (Foto: TAO)"Control" ist seit dem 10. Januar im Kino zu sehen  (Plakat: Capelight Pictures/Dean Rogers)

Game-Kritik

"Viva Pinata: Party Animals"

published: 23.01.2008

"Viva Pinata: Party Animals" ist für die Xbox 360 erhältlich (Foto: Microsoft Game Studios)"Viva Pinata: Party Animals" ist für die Xbox 360 erhältlich (Foto: Microsoft Game Studios)

Bereits vor einem Jahr haben wir euch die schöne bunte Welt von Pinata Island vorgestellt und mit "Viva Pinata" gelang Microsoft eine geniale Adaption des Spielprinzips von Nintendos "Animal Crossing". Da es auch noch eine TV-Serie zu den mit Süßigkeiten vollgestopfen Papiertieren gibt, die sich im Kinder-TV hat etablieren können, kann die Pinata-Welt als durchaus erfolgreich gelten. Klar also, dass Microsoft sich seiner Erfolgslizenz besinnt, wenn es darum geht, eine weitere Lücke im Spieleportfolio der Xbox 360 zu füllen. Denn wenn man sich die Abteilung Minispiel-Sammlungen anschaut, dann gibt es dort unzählige Titel für die Wii, ein paar für die PS2 und minimale Auswahl für die 360 (die PS3 verschweigen wir lieber gleich, da gibt’s nix).
Um die Lücke im Regal ("Rayman Raving Rabbits" sei als löbliche Ausnahme genannt) nun zu füllen, müssen also wieder die quietschbunten Figuren von Pinata Island herhalten. So dürfen die Spieler (bis zu vier on- oder offline) sich jeweils eine Pinata aussuchen und durch über 50 verschiedene Spieleherausforderungen steuern. Die Grafik ist wie beim Originalspiel: bunt aber extrem detailverliebt und zuckersüß. Das ist auch ein Aspekt, der das Spiel vor dem völligen Niedergang rettet, denn Animation und Hintergründe sind einfach schick, wenn man nicht gerade Monochromfan ist.

Der Rest des Spiels dagegen ist mehr ein Versuch: ein gescheiterter. Denn die Audios sind grausam, wiederholen sich ständig und sind leider nicht halb so witzig, wie sie gerne wären. Englische Sprachausgabe hilft zumindest dabei, auch wenn ein und derselbe Spruch meines Pinata sich ständig wiederholt. Spielspaß ist aber nicht allein dadurch begrenzt, das Audio wäre ja nur ein Nebeneffekt, doch leider erweist sich die Spielmechanik als äußerst bockig. Ich kann nicht frei wählen, welche Minispiele ich spielen will. Gerade die coolen Rennspiele, die sich als sehr gelungen erweisen, zeigen deutlich, dass man Spiele einzeln anwählen will und nicht zum tausendsten Mal eine Knöpfchen-Drück-Arie spielen will. Doch leider muss man durch diverse „Kenn-ich-schon“-Prinzipien durch, um sich an den wenigen Highlights der Sammlung zu erfreuen. Da nützen dann auch die 50 Spiele nichts, wenn nur zehn bis 20 davon gut und dauerhaft motivierend sind, man die anderen 30 aber auch ständig spielen muss.

Als Fazit kann man sagen, dass sich dank "Viva Pinata: Party Animals" nichts an der Grundsituation geändert hat. Wer also Bock auf Minispiel-Sessions hat, der sorge für eine Wii, ein paar Freunde und nehme sich die "Rayman"-Hasen, die "Mario"-Klempner oder die Affenbande von "Super Monkey" vor. Die Pappkameraden von "Pinata Island" jedenfalls sollte man bei einem Preis von 60 Euro dann doch getrost im Regal stehen lassen. Schade eigentlich.

[Lars]

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Links

www.vivapinata.com

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