CD-Tipp

Liv Kristine - "Enter My Religion"

published: 20.07.2006

Liv Kristine - "Enter My Religion" (Foto: Roadrunner Records) Liv Kristine - "Enter My Religion" (Foto: Roadrunner Records)

Wenn es einen zusammenfassenden Begriff für Liv Kristines Musikkarriere gibt, dann ist es Abwechslung. Kaum eine andere Sängerin kann nach 30 Lebens- und 20 Musikerjahren auf einen bewegteren Weg zurückblicken. War ihre im Alter von zehn Jahren gegründete Band Twice aus verständlichen Gründen noch nicht der musikalische Durchbruch, so kam dieser dann mit ihrer Band Theatre of Tragedy - nicht zuletzt durch den reizvollen Kontrast zwischen ihrer reinen Sopranstimme und der eher brachialen Stimmgewalt von Sänger Raymond István Rohonyi.

Nach der Trennung von Theatre of Tragedy setzte sie ihre Karriere zusammen mit ihrem Ehemann und der Band Leaves’ Eyes fort, ebenso wie ihre mit dem Debütalbum „Deus Ex Machina“ gestartete Solokarriere. Dazu kommen fast unzählige Gastauftritte bei Kollegen der schwarzen Szene, wie zum Beispiel Umbra et Imago, Das Ich, Atrocity und Weltenbrand.

Jetzt legt Liv Kristine ihr zweites Album vor und im Sinne der musikalischen Abwechslung ein überraschendes. Wer sich „Enter My Religion“ in der Erwartung anhört, gewohnte Gothic-Klänge zu vernehmen, muss sich eines Anderen belehren lassen. Zwar tauchen Metal- und Gothic-Elemente auf, die Grundrichtung ist aber eine andere: Pop.

Der Opener „Over The Moon“ erinnert an die fluffigen Popsongs der 80er Jahre, eine frühe Madonna kann durchaus als Vergleich herangezogen werden. Die Ballade „Fake A Smile“ scheint anfangs an Livs frühere Balladen anzuschließen, findet aber nach ein paar Takten durch den Backbeat und die spanischen Gitarrenmelodien eine ganz andere Richtung. Diese wird mit dem Midtempo-Song "All The Time In The World" fortgesetzt. „My Revelation“ zieht dann das Tempo an. Neben einer straighten Gitarrenlinie prägt ein flottes Lautenspiel den Song, welches dem langjährigen Liv-Kristine-Fan wohlgefällig ins Ohr säuselt. Dieser Fan wird sich bei „Trapped In Your Labyrinth“ angenehm an die „alte“ Liv erinnert fühlen. Hier legt sie ihre kraftvolle Stimme gekonnt über den rockigen Klangteppich.

Aber mit den beiden Songs war es das dann auch wirklich. „Enter My Religion“ ist ein durchgängiges Popalbum mit eingängigen, aber harmlosen Melodien. Zum Autofahren oder im Hintergrund beim netten Klönen mit Freunden funktioniert es hervorragend. Wer sich allerdings mit druckvollen Klangkollagen verwöhnen will, um Musik als Selbstzweck zu erleben, sollte sich älteren Stücken aus Livs Repertoire zuwenden.

[Volker Ruckelshauss]

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