Zascha Moktan im Interview

Bei "Popstars" in der Jury?

published: 03.05.2008

Auf ihrem Album "The Bottom Line" rechnet Zascha mit der Musikbranche ab (Foto: Public Address)Auf ihrem Album "The Bottom Line" rechnet Zascha mit der Musikbranche ab (Foto: Public Address)

Mit ihrer samtweichen Stimme begeisterte Zascha Moktan bereits Amerika, als sie dort 2005 mit Alicia Keys tourte. Nun hat sie ihr erstes Album "The Bottom Line" in ihrer Heimat Deutschland veröffentlicht. Wer es wagt, die begeisterte Klavierspielerin mit Alicia Keys zu vergleichen, wird schnell eines Besseren belehrt. Denn Zascha probiert auf "The Bottom Line" sämtliche Musikrichtungen von Pop über Blues bis hin zu Country an ihrer souligen Stimme aus.

Zehn Jahre hat die 26-Jährige bereits die Vor- und Nachteile des Musikgeschäftes am eigenen Leib zu spüren bekommen. Diese Erfahrungen möchte Zascha gerne für die Arbeit mit jungen Gesangstalenten nutzen. Mit Scoolz sprach das redefreudige Energiebündel über ihre Zeit mit Alicia Keys, die Kehrseite des Erfolgs und das verlockende Angebot, bei "Popstars" in der Jury zu sitzen.

* Du bist bereits schon mit Alicia Keys durch die USA getourt. Wie ist es zu dieser Zusammenarbeit gekommen?
Zascha Moktan: "Ich habe ihr eine Live-DVD zugeschickt, daraufhin hat sie sich gemeldet. Sie hatte mit John Legend zwar schon eine Vorgruppe, wollte mich aber trotzdem mit auf Tour nehmen. Allerdings war nicht genug Space auf der Bühne, deswegen sollte ich ohne Band mitkommen. Ich habe den Anruf abends um acht vorm Fernseher bekommen. Es hieß: `Du fliegst morgen nach Miami und hast gleich das erste Konzert.´ Ich habe sofort angefangen, meine Koffer zu packen."

* Was war das für ein Gefühl, mit Alicia Keys auf der Bühne zu stehen?
"Ich habe mich gefreut, aber hauptsächlich war ich aufgeregt und habe mir Sorgen gemacht: Was ist, wenn mich das amerikanische Publikum nicht gut annimmt? Wir haben uns am ersten Abend kennen gelernt, und sie hat sich mein erstes Konzert angeguckt. Es lief alles gut, die haben mich so toll aufgenommen, dass es irgendwann ganz familiär und locker wurde."

* Und wie ist Deine Musik bei ihren Fans angekommen?

"Ich war eher Punkerin", gesteht Zascha über ihre Jugend (Foto: Public Address)"Ich war eher Punkerin", gesteht Zascha über ihre Jugend (Foto: Public Address)


"Mega! Ich habe gedacht, mit Künstlern wie Alicia Keys und John Legend warten die bestimmt auf den Headliner. Aber ich hatte jeden Abend positives Feedback und Standing Ovations."

* Wer hat Dich in Deiner Jugend musikalisch inspiriert? Hast Du irgendwelche Vorbilder?
"Die Sängerin Bonnie Raid war immer mein Idol. Ich wollte immer so sein wie sie, so singen wie sie. Ansonsten war ich eher Punkerin."

* Wie schnell hat es bei Dir mit einem Plattenvertrag geklappt? Wie bist Du an die richtigen Leute gekommen?
"In Deutschland wollte mich erst keiner haben. Es war neu, dass eine Künstlerin ohne Plattenvertrag mit einem Superstar auf Tour geht. Amerika wurde aufmerksam, Deutschland aber auch. Plötzlich waren sie doch wieder an mir interessiert und ich hatte Angebote auf dem Tisch liegen. Eigentlich hat mir die Tour zu dem Plattenvertrag verholfen."

* Wie bist Du auf den Titel für Dein Album "The Bottom Line" gekommen?
"`The Bottom Line´ steht für Abrechnung. Ich bin jetzt seit zehn Jahren in der Musikbranche und hatte viele Ups and Downs. Es ist kein einfacher Weg als Künstler, der seine eigene Musik machen möchte. ´The Bottom Line´ erzählt von diesen Erfahrungen und ist das Produkt aus den letzten zehn Jahren."

* Welche Themen verarbeitest Du in Deinen Liedern?

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www.zascha-moktan.de

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