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"Mein Krieg im Frieden"

published: 13.07.2008

Labinot ist aus dem Kosovo nach Belgien geflüchtet (Foto: BR/filmbüro süd)Labinot ist aus dem Kosovo nach Belgien geflüchtet (Foto: BR/filmbüro süd)

Acht Jahre ist es her, dass sich Serben und Kosovo-Albaner erbittert bekämpften. Längst ist der Krieg im Kosovo vorbei. Die Region ist seit Februar 2008 ein unabhängiger Staat, wenn auch nach wie vor umstritten. Doch die Wunden sind in dem Land, in dem knapp ein Drittel der Bevölkerung unter 16 Jahre alt ist, noch lange nicht verheilt. Auch Labinot, Lorenc und Milica, drei Jugendliche aus dem Kososvo sehnen sich endlich nach Normalität. Doch die ist noch weit entfernt. Seit der Vater der beiden Brüder Labinot und Lorenc im Krieg von Serben verschleppt wurde, gilt er als vermisst. Als vor vier Jahren dann noch die Mutter der kosovarischen Familie starb, war Labinot plötzlich für seine Brüder alleine verantwortlich. Damals war er 17. Heute, mit 22 Jahren, glaubt er nicht mehr an eine Zukunft in seinem Land. Er will nach Europa und dort Geld für seine Familie verdienen. Unterdessen hofft sein jüngerer Bruder Tag für Tag, dass der Vater eines Tages zurückkehren wird. Auch für Milica ist der Alltag nicht leicht. Die junge Serbin verlässt aus Angst vor Übergriffen nur selten ihr Haus. Statt dessen hockt sie in ihrem Zimmer und träumt davon, ein großer Popstar zu werden....

Dort hofft der junge Mann auf ein normales Leben (Foto: BR/filmbüro süd)Dort hofft der junge Mann auf ein normales Leben (Foto: BR/filmbüro süd)

Über drei Jahre hat die Filmemacherin Anne Thoma Jugendliche im Kosovo mit der Kamera begleitet. In ihrer Arbeit stellt sie Entscheidungen und Ereignisse geschickt dem Leben der Jugendlichen gegenüber. Die jungen Leute haben auf den ersten Blick kaum andere Probleme als überall auf der Welt. Doch der Alltag in dem vom Bürgerkrieg zerrütteten Land fällt schwer. Und so schwankt das Leben der drei zwischen Hoffnungsschimmern und Ausweglosigkeiten.

1999 herrschte Bürgerkrieg im Kosovo. Die serbisch-jugoslawischen Truppen massakrierten und vertrieben die Kosovo-Albaner, die sich gegen die Unterdrückung durch die Serben gewehrt hatten. Der Westen griff ein: 78 Tage lang bombardierte die NATO Serbien und Teile des Kosovo. Danach kam es zu Racheakten der Kosovo-Albaner gegen die Serben. Die teuerste Mission in der Geschichte der UN begann: Bis heute kann eine kleine serbische Minderheit, die lediglich noch fünf Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht, nur unter dem Schutz einer internationalen Friedenstruppe im Kosovo leben.

"Mein Krieg im Frieden", 19.07., 18.05 Uhr; Arte

[Jörg]

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