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Tag der Deutschen Einheit

"Kulturnation Deutschland"

published: 03.10.2008

Samy Deluxe spielt am Tag der Deutschen Einheit gratis in Hamburg (Foto: Public Address)Samy Deluxe spielt am Tag der Deutschen Einheit gratis in Hamburg (Foto: Public Address)

Am 3. Oktober 2008 feiert Deutschland zum 18. Mal den Tag der Deutschen Einheit. Die zentralen Feierlichkeiten dazu finden in diesem Jahr im Rahmen eines großen Bürgerfestes zum zweiten Mal in Hamburg statt. Unter dem Motto "Kulturnation Deutschland" wird vom 3. bis 5. Oktober 2008 in der HafenCity und in der Speicherstadt gefeiert. Mit dabei ist auch Rapper Samy Deluxe.

Er hat sich zum Gedenktag der Wiedervereinigung etwas Besonderes überlegt: Im Rahmen des dreitägigen Bühnenfestivals spielt der HipHopper auf den Marco-Polo-Terrassen in der HafenCity ein Gratis-Konzert. Bei der "Crossover-Show" wird er von namhaften Vertretern der deutschen HipHop-Szene begleitet. Mit dabei sind Denyo von den Beginnern, Azzad, Max Herre vom Freundeskreis und Newcomer Ali A$.

Initiator der Show ist das von Samy und dem ehemaligen Basketball-Nationalspieler Marvin Willoughby gegründete Crossover-Projekt. Es soll Jugendliche mit verschiedenen Aktionen an Begriffe wie Teamgeist, Kommunikation oder Kreativität heranführen. Höhepunkt der Aktion soll ein Songwriter-Wettbewerb sein. Mit 32 Jugendlichen aus allen Bundesländern will Samy ein eigenes Deutschlandlied kreieren, das er mit allen live auf der Bühne vorstellen will. Den Text werden die Jugendlichen zuvor zusammen mit dem Rapper erarbeiten.

Kommt zum Bürgerfest nach Hamburg: Bundeskanzlerin Angela Merkel (Foto: Public Address)Kommt zum Bürgerfest nach Hamburg: Bundeskanzlerin Angela Merkel (Foto: Public Address)

Im Rahmen des Bürgerfestes gibt es aber noch viele weitere spannende Aktionen: Zum Auftaktgottesdienst am 3. Oktober im Michel werden unter anderem Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bürgermeister Ole von Beust (CDU) - als Bundesratspräsident der diesjährige Gastgeber - und Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) erwartet. Der Gottesdienst wird live im ZDF übertragen.

Samy ist nicht der einzige Star, dem der Tag der Deutschen Einheit etwas bedeutet. Erfahrt hier, Lexington Bridge, Wagner Love, Paulsrekorder und Oomph! mit diesem Tag verbinden:

Lexington Bridge
Rob:"Die Menschen wollten nicht in einer kommunistischen Welt leben, sondern in einer freien, gerechten Welt. Als die Mauer fiel, ist auch die sowjetische Union gefallen. Es war der Anfang des Endes der UdSSR. Es war der Anfang von einem neuen System."
Ephraim: "Es ist gut, dass jetzt jeder frei ist."

Wagner Love
Jacob: "Ich war sieben, als die Mauer fiel. Es ist unglaublich, dass es erst so kurz her ist, dass so ein System so nah an diesem Land geherrscht hat. So richtig greifbar ist das nicht."
Tilmann: "Wir sind nicht mehr mit Ost und West groß geworden. Dieser Unterschied ist einfach nicht mehr präsent. Man ist gewöhnt, dass alles zusammen gehört und so ist, wie es ist. Das ist eine tolle Sache!"

Paulsrekorder
Frederik: "Ich war damals sieben Jahre alt und habe mich dafür nicht interessiert. Gemerkt habe ich es erst im Urlaub, als plötzlich andere Autos auf den Straßen waren, welche, die ich noch nie gesehen hatte. Es wäre schön, wenn der 3. Oktober ein Tag wäre, an dem man die Verbindung feiert - so wie die Amerikaner ihren Unabhängigkeitstag feiern. Obwohl es schon so lange her ist, denkt man ja wirklich noch in diesen Ost-West-Kategorien. Es wäre schön, wenn es darum nicht mehr ginge."

Oomph!
Dero: "Ich kann mich noch sehr gut an die Zeit erinnern, als die Grenze aufging. Wir lebten damals noch alle in Wolfsburg, was ja ehemaliges westliches Zonenrandgebiet war. Auf einmal war die Stadt voll mit Trabbis und überall verkaufte man Bananen, selbst der Jeans-Händler von nebenan. Das war wirklich schräg. Wir haben es uns auch nicht nehmen lassen, am Wochenende in die nächste Ost-Disco zu fahren und bei den Kollegen Luft zu schnuppern. Das war echt cool, weil alle euphorisch und gut gelaunt waren. Ein paar waren aber auch gefrustet, weil sie wahrscheinlich Angst hatten und nicht wussten, was auf sie zukommt. Im Großen und Ganzen wurden wir als Westler gut aufgenommen. Wir sind dann bald durch den Osten getourt und haben durchweg nur positive Erfahrungen gemacht. Wir haben sehr schnell eine große Fanbasis gehabt. Wir haben sehr schöne Erinnerungen an viele Städte dort. Es war eine sehr bewegende Zeit. Die Einheit habe ich an sich vorm Fernseher miterlebt. Ich habe noch das Brandenburger Tor mit dem riesigen Feuerwerk in Erinnerung."

[PA]

Links

tag-der-deutschen- einheit-2008.de

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