Ab dem 31. Dezember zeigt das Bayerische Staatsschauspiel den absurden Klassiker "Warten auf Godot" im Münchner Residenz Theater (Foto: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Residenztheater_%28M%C3%BCnchen%29#mediaviewer/File:M%C3%BCnchen_Residenztheater.jpg" target="_blank">Residenztheater München am Max-Joseph-Platz (eröffnet 1951)</a> von <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/User:AndreasPraefcke" target="_blank">AndreasPraefcke</a> lizensiert durch <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/" target="_blank">CC BY 3.0</a>)Yoshitomo Nara & Hiroshi Sugito "Deeper than a Puddle" 2004 (Foto: Galerie Zink & Gegner)Frank Klötgen ist Mitbegründer des Genres "Hyperfiction" (Foto: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Kl%C3%B6tgen#mediaviewer/File:Frank_Kl%C3%B6tgen_2009.jpg" target="_blank">Frank Klötgen 2009 im K4, Nürnberg</a> von <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Krinzl" target="_blank">Krinzl</a> lizensiert durch <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank">CC BY 2.0</a>)Green Day (Foto: Public Address)Sportfreunde Stiller (Foto: Public Address)Tupac – "Resurrection" (Foto: Paramount)1999 bekam Günter Grass den Literatur-Nobelpreis (Foto: Public Address)

The Dresden Dolls

Rockende Pantomime

published: 16.12.2004

The Dresden Dolls (Foto: Public Address) The Dresden Dolls (Foto: Public Address)

Während jeder geistig gesunde Mensch hinter der Bezeichnung „Brechtian Punk Cabaret“ das vertonte Grauen vermuten würde, schicken sich die Dresden Dolls ungeniert an, diese Mischung zu zelebrieren. Die Musikpresse nennt das Ergebnis theatralischen Rock im Stile eines pantomimischen Marilyn Manson, der Weimarer Kabarett, Bertolt Brecht und Kurt Weill zitiert. Da dürfte die Toleranzgrenze so manchen Musikfans überschritten sein.

Doch was bei den meisten Bands in Horror-Szenerien enden würde, funktioniert bei den zwei Bostoner Musikern so grandios, dass man es kaum glauben kann. Es ist genau diese verstörende Entfremdung zweier Stile, die den Dresden Dolls so gut steht. Die schrille Kombination aus 20er-Jahre-Aufmachung und Gothic-Attitüde fasziniert. Kaum jemand kann sich der beeindruckenden Ästhetik der schneeweißen Püppchen entziehen. So hat sich der einstige Geheimtipp in den letzten Jahren zum Publikumsmagneten gemausert.

The Dresden Dolls (Foto: Public Address)The Dresden Dolls (Foto: Public Address)


Die Musik der Dresden Dolls ist nicht weniger individuell als ihr Erscheinungsbild. Amanda Palmer und Brian Viglione gelingt es, mit nicht mehr als einem Klavier und einem Schlagzeug Musik zu schreiben, die ihresgleichen sucht. Lyrisch gesehen, bewegen sich die beiden mit den von Amanda gesungenen Texten in einer hohen Liga. Ihre Lieder handeln von alltäglichen Themen wie Liebe, Angst und Schmerz, an denen sich schon so manch ambitionierter Künstler die Zähne ausbiss.

Was sich die Dresdener Puppen wohl für die Live-Shows ihrer Deutschland-Tour ausgedacht haben? Im Gegensatz zu einigen ihrer kostümierten Kollegen brauchen sich diese beiden Künstler nicht hinter ihrer Fassade zu verstecken. Schlagzeuger Brian betont zudem, dass das Duo trotz der instrumental übersichtlichen Bühne zu rocken weiß: “Mit unseren Instrumenten machen wir genauso viel Krach wie eine normale Rockband". Mit dem Unterschied, dass es bei den Dresden Dolls nicht beim Lärm bleibt.

Tourdaten:
02.03.05 Hamburg/Logo
03.03.05 Dresden/Starclub
05.03.05 Köln/Gebäude 9
06.03.05 Frankfurt/Mousonturm
07.03.05 München/Atomic Café

[PA]

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Links

http://www.dresdendolls.com

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