Game-Kritik

"Tak"

published: 08.02.2009

"Tak - Das Geheimnis des Glühenden Kristalls" ist für PS2 und Wii erhältlich. (Foto: THQ)"Tak - Das Geheimnis des Glühenden Kristalls" ist für PS2 und Wii erhältlich. (Foto: THQ)

"Tak – Das Geheimnis des Glühenden Kristalls" ist das Computerspiel zu einer Nickelodeon-Serie und die Macher haben sich größte Mühe gegeben, die Originalsprecher der Serie auch für das Spiel zu verpflichten. Das ist schön, bindet es die Fans doch ein wenig an das Spiel.

Damit hätten wir der Pflicht genüge getan, etwas nettes zu sagen. Jetzt zum Rest – und der ist leider furchtbar. Da wäre erstens die Story, die einzig der Gruppe der Sechs- bis Acht-Jährigen Spaß machen dürfte, denn "Tak" muss so eine Art göttlichen Schrein putzen und hat darauf keine Lust. Als seine Magie quer läuft und er den Schrein in vier Ekelmutanten verwandelt, muss er natürlich seinen eigenen Mist wieder aufräumen – was die vier Stages des Spiels darstellt: Lumpen, Schleim, Käse und Stinken. Häh? Wer kommt denn auf so blöde Ideen? Liegt das an der Übersetzung? – wohl nicht, denn das Spiel heißt im Original "Guardians of Gross", also "Wächter des Ekels".

Und als wäre das nicht schon anstrengend genug, wird man dann in ein Abenteuer gestürzt, das einem normalen Spieler so gar nichts mehr abfordert. Die Gegner sind dämlich und bereits zwei Schläge reichen, sie aus dem Weg zu räumen. Klettereinlagen – das Fleisch eines jeden Jump'n'Run – sind gähnend langweilig und mit minimaler Beherrschung der simplen Steuerung zu meistern. Und selbst wenn man mal stirbt, was aufgrund der starren Kameraführung durchaus vorkommt, wird man am selben Ort wieder abgesetzt. Reiz und Nervenkitzel sind gleich null.

"Tak - Das Geheimnis des Glühenden Kristalls" ist für PS2 und Wii erhältlich. (Foto: THQ)

Was also sollte einen an diesem Spiel interessieren? Vielleicht die Wii-Steuerung? Naja, die kommt höchstens in den Minispielen vor, sonst ist alles beim Alten. Dann vielleicht die Grafik? Oh nein! Die ist nämlich bereits vor Jahren schon veraltet gewesen und wirkt steif und flach. Keine Atmosphäre, keine schönen Texturen und hölzerne Animationen machen das Spiel zur optischen Tortur. Was jedoch noch nett ist, bedenkt man die ständigen Flachwitze, die allesamt ins Nichts feuern und die grausam nervige Musik, die dem Spiel die akustische Note verleihen.

Hier haben wir also ein Beispiel für ein Spiel, das es trotz des niedrigen Preises noch schafft, diesen nicht wert zu sein. Denn bei nur vier Stunden Spielzeit, einer derartigen Tortur für alle Spieler ab Schulalter und der Fülle an Alternativen wie "Prince of Persia" oder "Ratchet & Clank" sollte man solche Spiele gar nicht erst produzieren.

[Lars]

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www.thq.com

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