Game-Rezension

"You're In The Movies"

published: 06.03.2009

Das Game ist für Xbox 360 erhältlich (Foto: Microsoft)Das Game ist für Xbox 360 erhältlich (Foto: Microsoft)

Kennt Ihr die B-Movies? Diese wunderbar schlechten, und deshalb so völlig überdreht lustigen Filme aus den 50er und 60er Jahren? Dieses Highlight der Kino-Geschichte sollte man kennen. Da rennen gigantisch aufgeblasene Insekten ganze Dörfer nieder. Hilfsschauspieler stolpern durch stereotype und unfreiwillig komische Dialoge oder begehen möglichst aufsehenerregende Morde, die dann gelöst werden müssen. Auf jeden Fall aber kann man diesen Filmen immer ansehen, dass sie mit wenig Geld gemacht wurden, dafür aber mit viel Spaß an der Sache.

Nun gibt es diesen Spaß auch für Zuhause und auf der Xbox 360 nachzuspielen, mit dir und deinen Freunden in der Hauptrolle. Bei "You're In The Movies" wird der Spieler zum B-Star und muss sich durch 30 verschiedene B-Movie-Szenarien spielen. Mit dabei die üblichen Krimis, Monsterfilme, Science Fiction und schmalzigen Melodramen. Eben alles, was ein Hinterhof-Hitchcock so braucht.
Und da jeder Film so in etwa 20 Szenen hat, kommt in der Theorie auch keine Langeweile auf, da man ja dank Vision Kamera selbst vor dem Fernseher agiert. Soweit die Theorie.

Die Praxis ist da schon ganz anders: denn leider ist die Kamera nicht gerade ein Highlight in Sachen Stand der Technik. Hier kommt es ständig zu Problemen. Angefangen bei der Einrichtung, also der realen im Raum, denn die stört massiv mein Bild. Ständig habe ich Löcher im Bauch, weil meine Couch als Teil meines Körpers gezählt wird. Die Bildabfrage ist furchtbar – und meine komplette Wohnung umräumen möchte ich auch nicht. Da aber die Erkennung von Bewegungen ebenso wenig klappt, ist das eigentlich auch egal. Denn ich kann noch so koordiniert laufen, die Kamera bekommt es nicht mit.

Und damit wären wir auch schon beim nächsten Problem. Den Aufgaben, die dieses Spiel einem stellt: laufen, kämpfen und Grimassen ziehen. Ok, manchmal muss ich Bongos spielen, ein Rad drehen oder gar Hula tanzen aber meist mache ich nur Schlenker mit meinen Armen. Und die werden dann nicht erkannt, das ärgert. Und bei 600 verschiedenen Szenen, von denen 580 die drei Hauptbewegungen verlangen wird es dann doch schnell langweilig. Schließlich ist das Tempo des Spiels auch nicht immer ideal und brillant, denn meist muss ich erstmal lange warten, bis ich (also mein Part im Film) wieder dran ist – und dann nur, um mal einmal vor ner Tarantel wegzulaufen...

Und was ist nun der Lohn dieser schweißtreibenden, redundanten Arbeit? Na klar, ein Film – ein echter B-Movie mit mir in der Hauptrolle. Nur leider ist nach mehr als 30 Minuten Filmdrehen gerade mal ein einminütiger Kleinstreifen daraus geworden. Das ist ja wie beim echten Film, wo man meterlang Material verschleißt, um dann ein Fitzelchen Film zu haben. Anstrengend ist gar kein Wort dafür. Naja, wer sich die Mühe machen will, der kann seine Schauspielkünste an "You're in the Movies" erproben. Zumal man mit dem Director-Modus sogar eigene Kompositionen erstellen kann. Aber ein lohnendes Spiel sieht eben doch anders aus. Schade eigentlich.

[Lars]

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