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Buch-Tipp

"Emo - Porträt einer Szene"

published: 27.09.2009

"Emo - Porträt einer Szene" (Ventil)"Emo - Porträt einer Szene" (Ventil)

"Alle reden über Emo – doch keiner will Emo sein", sagen die Herausgeber des Sammelbandes "Emo – Porträt einer Szene". Lidschatten, enge Jeans und schwarz gefärbte Haare sind die Merkmale dieser Bewegung. Emo hat sich zu einer weltweiten Jugendkultur entwickelt, doch gleichzeitig sind der androgyne Style und die oft pathetische Attitüde vielfältigen Anfeindungen ausgesetzt. Im Internet wimmelt es von Anti-Emo-Foren und in Südamerika kam es sogar zu Hetzjagden gegen Anhänger der Kultur.

Jugendkultur und Lifestyle

Die Herausgeber Martin Büsser, Jonas Engelmann und Ingo Rüdiger beleuchten Emo in ihrem Buch als Mode, Jugendkultur, aber auch als Musikstil. Dazu haben sie verschiedene Spielarten der Popkultur erforscht, die allesamt auf Emo Einfluss nehmen: vom US-amerikanischen Hardcore-Punk über den britischen Wimp-Pop bis hin zu Gothic, Indie und weiteren Musik- und Lebensstilen.

Sind Emos Rebellen?

Mit mehr als 20 Beiträgen und einer Fotostrecke wollen die Autoren des Sammelbandes zum Verständnis des Phänomens Emo beitragen. So wird etwa den Fragen nachgegangen, ob Emo eine ernstzunehmende Rebellion gegen traditionelle Geschlechterrollen ist und wie die Jugendlichen mit dem Hass umgehen, der ihnen vielerorts entgegenschlägt.

Das Buch ist in drei Abschnitte unterteilt: Im ersten Teil geht es um die Facetten der Jugendkultur, der zweite befasst sich mit internationalen Emo-Szenen und das dritte Segment verschafft dem Leser unter der Überschrift "Zwei Jahrzehnte Emo" einen historischen Überblick über die Jugendkultur inklusive Diskografie. Wer sich nicht mit bloßen Vorurteilen gegenüber "Emos" zufrieden geben, sondern ihren Kleidungsstil, ihre Musik und Denkweise verstehen will, ist mit diesem anschaulich geschriebenen Buch gut versorgt.

[Michaela]

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