JET im Porträt

Mit mehr Seele zurück

published: 01.09.2006

JET-Sänger Nic Cester verlor 2004 seinen Vater (Foto: Public Address)JET-Sänger Nic Cester verlor 2004 seinen Vater (Foto: Public Address) JET-Sänger Nic Cester verlor 2004 seinen Vater (Foto: Public Address)JET-Sänger Nic Cester verlor 2004 seinen Vater (Foto: Public Address)

"John packte zu viel Leben in 45 Jahre und Gott sagte dann einfach: `So, Du hast genug gehabt, das war einfach zu viel Spaß auf einmal!´", erzählt Drummer Chris Cester von der Rockband JET über seinen Vater, "Ich habe als Kind wenig Zeit mit ihm verbracht, ich würde gerne mal was mit ihm trinken gehen." John Cester starb 2004 an Krebs. Sein Tod beeinflusste das neue Album "Shine On" nachhaltig, das am 20. September in die Läden kommt. "Wir haben darüber nachgedacht, was wir eigentlich sagen wollen. Das Leben kann so kurz sein. Ich will nach 40 Jahren nicht zurückblicken und denken, dass ich meine Zeit verschwendet habe", so Chris.

Leadsänger Nic Cester und sein Bruder Chris gründeten die Band gemeinsam mit ihrem Sandkastenfreund und jetzigen Gitarristen Cameron Muncey und dem Bassisten Mark Wilson. Mit ihren Songs wollen die Australier zu den Wurzeln des Rock´n´Roll zurück. Hörbare musikalische Vorbilder sind die Beatles, die Sex Pistols und die Rolling Stones. Mit Letzteren tourten JET dann auch tatsächlich 2003, nachdem ihr erstes Album viel Aufmerksamkeit erregt hatte. Cameron schwärmt beeindruckt: "Die Stones werden älter, klar, aber sie bleiben im Rock´n´Roll, alles andere wäre unglaubwürdig. Sie zeigen allen: `Wir machen was wir verdammt noch mal wollen, so lange wir es wollen, scheißegal was Ihr sagt!´"

Mit "Shine On" stand die Band unter großem Erfolgsdruck. "`Get Born´ war sehr schnell und direkt, bei `Shine On´ haben wir uns mehr Zeit gelassen, die Texte kommen aus unserer Seele, sie sind ehrlicher und purer", kommentiert Chris die neue Scheibe. Nummern wie "Put Your Money Where Your Mouth Is", "Stand Up" und "Rip It UP" haben das Potenzial, Fans des Rock´n´Roll in ekstatischem Pogo durch den Saal zu katapultieren. Aber auch ruhigere Stücke wie der John Cester gewidmete Titelsong "Shine On" oder "Eleanor" beweisen, dass JET gereift sind und trotzdem noch genauso rocken wie vorher - den Stones hat ihr Alter ja auch nicht geschadet!

Tourdaten:
16.10.06 Hamburg/Große Freiheit 36
17.10.06 Berlin/Postbahnhof
19.10.06 München/Muffathalle
28.10.06 Köln/Live Music Hall

[Franzisca Teske]

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