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CD-Tipp

Iron Maiden - "A Matter Of Life And Death"

published: 12.09.2006

Iron Maiden - "A Matter Of Life And Death" (Foto: EMI)Iron Maiden - "A Matter Of Life And Death" (Foto: EMI)

Jenseits vom Trubel des „salonfähigen“ Rock-Pop-Marktes brachten die Heavy-Metal-Heroen in aller Stille ihr neues Album auf den Markt, das bei Fans des Genres auf Begeisterung stößt. Nach dem von Kritikern und Fans nicht gut aufgenommenen Album „Dance Of Death“ von 2003 zeigen die Londoner mit „A Matter Of Life And Death“ nun, dass Totentanz für sie auch in fortgeschrittenem Alter noch kein Thema ist.

Zumal allein die Länge des Albums (stolze 72 Minuten bei zehn Songs), mit dem Iron Maiden im Dezember auch live in Deutschland auftreten werden, vor allem Sänger Bruce Dickinson einiges abverlangt. Wie es nicht anders zu erwarten war, gibt er auf sämtlichen Tracks alles, manchmal vielleicht auch etwas mehr. Oft am stimmlichen Limit, singt er von Krieg, Religion, Angst, Leben und Tod. Eindringlich unterstützen ihn die drei Gitarristen, die den besonderen Sound des Albums ausmachen.

Der erste Song des Albums, „Different World“, fällt stilistisch heraus. Er ist im Vergleich zum Rest des Albums kürzer und auch wegen der klaren Harmonien im Refrain fast schon massenkompatibel. Schockiert müssen alte Iron-Maiden-Anhänger davon aber nicht sein, denn bei den folgenden Tracks wird weitaus weniger auf die Uhr, dafür mehr auf Arrangement und dramatischen Aufbau geachtet.

So wirkt „Brighter Than A Thousand Suns“ sehr düster und ist rhythmisch teilweise recht kompliziert, was den Song, bei dem auch Gitarren-Soli-Anhänger auf ihre Kosten kommen, nicht weniger interessant macht. Die „Stücke“, so kann man diese Lieder von oft mehr als acht Minuten treffend nennen, haben somit ausreichend Zeit, sich zu entfalten. Und diese Zeit nehmen sich Iron Maiden mit Recht.

Die erste Single-Auskopplung, das pathetisch anmutende „The Reincarnation Of Benjamin Breeg“, ist ebenfalls keine leichte Kost. Auch hier setzen Dave Murray und Steve Harris auf mehrere Rhythmuswechsel und einen ausgeklügelten Spannungsbogen, was die für eine Single ungewöhnliche Länge des Titels rechtfertigt.

„A Matter Of Life And Death“ ist nicht unbedingt ein Gute-Laune-Album, das zum Kaffeekränzchen mit den zukünftigen Schwiegereltern geeignet ist. Aber wer ohne diese Erwartung an Iron Maiden herantritt und dazu noch den Klang der elterlichen Led Zeppelin-Platten im Gehörgang hat, wird auch als Nicht-Metal-Fan mit „A Matter Of Life And Death“ keine böse Überraschung erleben.

[Franziska Zölzer]

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Links

www.ironmaiden.com

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