13. MTV Europe Music Awards

Justin und ein "tanzender Transvestit"

published: 07.11.2006

Justin Timberlake schaffte an einem Wochenende "Wetten, dass...?" (Foto) in Düsseldorf und die MTV Europe Music Awards in Kopenhagen (Foto: Public Address) Justin Timberlake schaffte an einem Wochenende "Wetten, dass...?" (Foto) in Düsseldorf und die MTV Europe Music Awards in Kopenhagen (Foto: Public Address)

Der Popstar Justin Timberlake hatte die Moderation der 13. MTV Europe Music Awards übernommen, die am 3. November in Kopenhagen stattfanden. Viele weitere Stars wie Kanye West, Moby und Schauspieler Adrien Brody waren zugegen. Die Veranstaltung ging zweigeteilt im Bella Center und auf dem Radhuspladsen in Kopenhagen über die Bühne, wo Keane, The Killers, Jet und Outlandish parallel zur Show den Kern von Kopenhagen rockten. Eine heiße Performence legte Rihanna in einem Kostüm von Roberto Cavalli hin und verlieh so dem Abend noch mehr Glamour. Auch die Gewinner des letzten Eurovision Song Contests, Lordi, gaben sich die Ehre und traten als Überraschungsact auf.

Der Ex-*NSyncer moderierte nicht nur das Event, er gehörte auch zu den Gewinnern des Abends. Genauso wie Gnarles Barkley durfte der Sänger zwei der begehrten Trophähen nach Hause tragen. Die Jungs von Gnarles Barkley wurden übrigens nicht nur für ihren Hit "Crazy" geehrt sondern bekamen auch den begehrten "Future Sounds"-Preis.

Überraschend im Vergleich zu Timberlakes Sieg in der Kategorie Pop war, dass Bushido es in der Kategorie "German Act" schaffte, Größen der deutschen Musikszene wie Silbermond, Rammstein, Sportfreunde Stiller und die Toten Hosen auszustechen. Das hatte der Berliner Rapper sich auch verdient, nachdem er sich extra für dieses Event mit MTV-VJ Joko in seinen Porsche geschwungen und auf die anstrengende Reise nach Kopenhagen begeben hatte. Auch Rihanna staubte einen Preis ab. Sie gewann in der R&B-Kategorie. Leer gingen hingegen die Favoriten Coldplay und Gorillaz aus, die beide mit fünf Nominierungen aufgewartet hatten, aber am Ende des Abends keine der Auszeichnungen ihr Eigen nennen konnten. Muse gingen in der Kategorie "Alternative" und Depeche Mode in der Kategorie "Group" als Gewinner hervor. Justice vs. Simian staubten mit "We Are Your Friends" den Preis für das beste Video ab und gewannen somit in der einzigen Kategorie, in der die Wahl nicht vom Publikum sondern durch MTV selbst getroffen wurde.

Für die humorvollen Seiten des Abends sorgte unter anderem Borat alias Mr. Kasachstan alias Sascha Baron Cohen, der freudig erklärte, er habe extra für Madonna ein kasachisches Baby dabei, dass er ihr gerne zum Kauf anbieten würde. Er würde sich dabei aber ernsthaft fragen, ob der "tanzende Transvestit" (Madonna!) überhaupt ein guter Vater wäre. Auch im weiteren Verlauf des Abends wurde die Queen of Pop nicht verschont und mit ihrem aktuellen Adoptions-Schlammassel gefoppt. Der Komödiant Leigh Frandis aka Avid Merrion performte mit blonder Perrücke und engem rosa Gymnastikoutfit sowie einer entstellenden Maske. Diese bitterböse Parodie trieb er dann, auf in Babyoutfits gekleidete Tänzer weisend, noch mit den Worten „Das sind meine E-Babies, die hab´ich auf Ebay gekauft“, auf die Spitze. Unbeabsichtigt gab auch Snoop Dogg Anlass zum schmunzeln. Zufällig trug er nämlich ein weißes Pelzjackett und passte damit perfekt zu Pharrells weißer Fellmütze.

Insgesamt waren die MTV Europe Music Awards 2006 ein durchweg cooles Event, das uns jetzt schon in freudige Erwartung auf die Preisverleihung 2007 zurücklässt. Gespannt warten wir darauf, dass es wieder heißt: "And the winner is...!"

[Birte Frey]

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