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"Mein Name ist einfach cool"

published: 16.09.2011

Der Polar, mit bürgerlichem Namen Stephan Piez, ist ein junger Künstler aus Aachen (Foto: Public Address)Der Polar, mit bürgerlichem Namen Stephan Piez, ist ein junger Künstler aus Aachen (Foto: Public Address)

Eigentlich kommt er aus Aachen. Der Stadt in Nordrhein-Westfalen, in der die Jecken gerne Karneval feiern. Doch Stephan Piez hat es schon immer in die Großstädte gezogen, egal ob Berlin, Köln oder Hamburg. Hauptsache ihm weht jede Menge Großstadtkultur um die Nase. Heute wohnt er vorzugsweise in einer der Millionenstädte, lebt mal bei einem Freund in Berlin oder übernachtet bei seinem Produzent auf dem Hamburger Kiez. "Für meine Musik ist die Größe von einem Ort ganz wichtig. Dort sind die Einflüsse, die auf mich wirken, viel stärker", behauptet der Musiker.

Ohne Deutschlands größte Städte hätte das Projekt Der Polar nicht funktionieren können. So nennt sich Stephan Piez seit 2007. Wem jetzt Bilder von Eisbären oder Orcas durch den Kopf gehen, liegt jedoch falsch. Zwar ist der Aachener vermutlich ein großer Tierfreund, jedoch ist die Begründung für seinen Künstlernamen viel simpler. "Ich fand Der Polar einfach cool. Ich glaube, dass die meisten Musiker ihren Künstlernamen wählen, weil sie den einfach cool finden."

Doch cool hin oder her, auch eine Band wie die Sugababes oder eine Lady Gaga müssen sich für ihren Künstlernamen eine gute Story überlegen. Und so hat sich auch Der Polar seine Gedanken gemacht. "Meine Musik dreht sich tatsächlich sehr viel um Gegensätze. Ich beschäftige mich mit Themen wie Leidenschaft, aber auch Verlust. Mit Hoffnung, aber auch Verzweiflung." Wer bei Polar nun immer noch an die Antarktis denkt, kann vielleicht mit dem zweiten wichtigen Aspekt für die Entstehung seines Künstlernamens etwas anfangen. "Ich habe mir immer vorgestellt, dass ich an einem ganz kalten Ort bin", sagt Piez. "Aber durch meine Musik strahle ich ganz viel Wärme aus, die diese Kälte wieder ausgleicht. Das ist Der Polar für mich."

"Ich hab auch mal Lust Krach zu machen"

Der Polar schreibt alle seine Texte und die Musik selber (Foto: Public Address)Der Polar schreibt alle seine Texte und die Musik selber (Foto: Public Address)

Musik macht Der Polar seit seiner Kindheit. Er hat früh Klavier spielen gelernt und wurde bereits als Sechsjähriger täglich von Billy Joel auf seinem Walkman begleitet. Dass er sich eines Tages dann tatsächlich mal zusammen mit seinem Vorbild Udo Lindenberg in den MTV Top 5 Charts befinden würde, hätte er damals nicht gedacht. Der Polar gehört zu den besseren deutschen Singer/Songwritern. Beeinflusst durch Alben wie "Buchstaben über der Stadt" von der Hamburger Band Tomte, singt der Musiker über die Sehnsucht nach der Großstadt und die ganz großen Gefühle. Komponiert auf dem Klavier und produziert auf dem Computer, sind seine Songs auf dem Debütalbum "Herz+Blut" alle sehr ruhig und langsam. "Aber natürlich habe ich auch immer wieder Lust laute Musik zu machen." sagt Stephan Piez. "Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass die leisen Songs Power und Intensität viel besser rüber bringen." Er ist sich jedoch sicher, dass es bei seinem nächstem Album wieder ganz anders aussehen kann. "Hauptsache es steckt etwas hinter meinen Songs. Ich halte nämlich nichts von Liedern, die so oberflächlich dahin plätschern."

Der Polar geht übrigens mit seinem am 30. September erscheinenden Album "Herz+Blut" auf Tour. Die Tourdaten findet ihr hier:

Tour:

11.10.2011 Hamburg/Logo
12.10.2011 Berlin/Magnet
13.10.2011 Frankfurt/Nachtleben
15.10.2011 Bremen/Lagerhaus
16.10.2011 Krefeld/Kulturfabrik
18.10.2011 Köln/Werkstatt
20.10.2011 Dresden/Bärenzwinger
22.10.2011 Wuppertal/Live Club Barmen
23.10.2011 München/Ampere

[Elena]

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