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CD-Tipp

Sonny Rollins - „Sonny, Please“

published: 24.02.2007

Sonny Rollins - „Sonny, Please“ (Foto: Doxy/Universal) Sonny Rollins - „Sonny, Please“ (Foto: Doxy/Universal)

Theodore Walter Rollins´ Erfolg begann in den fünfziger Jahren, als er als Saxophonist mit Musikern wie Miles Davis und Thelonious Monk zusammen arbeitete. Jetzt, mit 75 Jahren, veröffentlicht er mit „Sonny, Please“ das erste Album bei seinem frisch gegründeten Label Doxy und erweitert damit seine Diskografie um einen weiteren Schatz.

Den Namen des Titelstückes „Sonny, Please“ verdankt der Tenorsaxophonist seiner verstorbenen Frau Lucille, die ihn so immer liebevoll zur Vernunft rief. Ob er sich nun damit selbst zur Besinnung ermahnt bleibt unklar, aber mit knackigen Kongas, ganz viel Beckenpräsenz und dynamischen Saxophoneinlagen ist „Sonny, Please“ kein unvernünftiger Aufmacher, allenfalls ein unverschämt guter. „Someday I'll Find You“ spielte der New Yorker bereits 1958 für sein Album „Freedom Suite“ ein. Noch immer löst es das gleiche Gefühl aus, als würde man bei warmem Sommerregen die Straße entlang laufen. Wenn man bewusst zuhört, stellt man fest, dass dieser Effekt durch den geschickten Einsatz verschiedener Kleinperkussion erzielt wird.

Der Track „Remembering Tommy“ ist eine ganz sanfte Nummer, die mit ihren scheinbar „gestreichelten“ Schlagzeugeinsätzen und einem vorwitzigen Basslauf an den Pianisten Tommy Flanagan erinnern soll. Mit diesem hatte Sonny das Stück bereits vor 15 Jahren komponiert, um es nun in nostalgischer Erinnerung auf „Sonny, Please“ zu verewigen. „Park Palace Parade“ klingt mit seinen dezenten Pfeifen, Shakern und verspielten Saxphonklängen nach einem brasilianischen Karnevalsumzug und erklärt damit von selbst, wieso es nach einer Dancehall in Spanish Harlem benannt wurde.

Klassisch und schlicht wie es ist, versetzt das Album in ein New York vergangener Tage und nur, um auf "Repeat" zu drücken, kommt man als Zuhörer freiwillig wieder zurück. Ein echter Leckerbissen für alle Liebhaber des „alten“ Jazz.

[Birte Frey]

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Links

www.sonnyrollins.com

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