CD-Tipp

Deso Dogg - "Schwarzer Engel"

published: 22.01.2007

Deso Dogg - "Schwarzer Engel"  (Foto: Streetlife) Deso Dogg - "Schwarzer Engel" (Foto: Streetlife)

Deso Doggs Debüt-Album "Schwarzer Engel" ist Gangster-Rap vom Feinsten, auch wenn "Gangster-Rap" bei ihm etwas anders zu verstehen ist. Gangster-Rap bedeutet bei ihm nämlich nicht die Glorifizierung von Gewalt und Drogen, sondern eher eine Auseinandersetzung mit einer Vergangenheit die er zum Teil im Knast verbracht hat. Er berichtet in seinen Texten glaubhaft von den Zuständen in deutschen Ghettos, von Gangs, dem Knast und seinem Verhältnis zu Allah. Musikalisch klingt das Ganze dank Beats, die hauptsächlich von Montana-Beats und DJ Desue kommen, und der Unterstützung von Lil´Deso, Kaisa, Kalusha, Vanessa Mason, Drama, Sahira und seiner Posse, den Dramafellaz, sehr ausgereift.


Auf zwölf der insgesamt 21 Tracks inklusive dem In- und Outro rapt er allerdings auch alleine, was der Qualität nicht im Geringsten Abbruch tut. In dem Track "Innere Stimme" rapt er über seine gute und seine böse Seite, die Tag für Tag gegeneinander kämpfen. In "Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann?", welcher auch seine erste Single ist, setzt er sich mit seiner Vergangenheit in Kurzform auseinander. Es folgen ein Song, in dem er sich zusammen mit Kaisa vorstellt, die Todesstrafe bekommen zu haben, ein sehr deeper Track über den Verlust eines guten Freundes, eine Art Anti-Kriegs-Song, ein Track über die Männer im Gefängnis usw.. Es könnte durchaus sein, dass der Mann mit dem Knast-Tattoo, der Träne unter dem Auge, der nächste große Act im deutschen Rap-Game wird.



[Luca Vogel]

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