Schné im Feature

"An erster Stelle die Sensibilität"

published: 08.09.2012

Schnés Musik vereint philosophische Inhalte mit fröhlichen Popklängen (Foto: Public Address) Schnés Musik vereint philosophische Inhalte mit fröhlichen Popklängen (Foto: Public Address)

Am 28. September tritt Schné beim Bundesvision Song Contest für Bremen an. Sie hat schon vieles in ihrem 26-jährigen Leben erreicht: Ihre ersten musikalischen Schritte absolvierte sie mit elf Jahren. Damals gründete sie mit ihrer besten Freundin eine A-cappella-Gruppe. Mit 13 war sie großer Nirvana-Fan und lernte Gitarrespielen. Später begann sie, eigene Songs zu schreiben. Musikalische Vorbilder habe sie aber nicht, sagt sie. "Ich finde zwar viele Leute sehr gut, aber mir sind Eigenschaften von Menschen viel wichtiger. Ich bewundere keine Konstrukte von Personen." Neben ersten Schauspielerfahrungen in Theaterproduktionen wurde sie zur Sprecherin für Werbespots und veröffentlichte zwei Longplayer mit einem Jazz- und Chanson-Ensemble.

Alles aus Liebe Das Musikvideo zur Single von Schné " Alles aus Liebe". Der Song mit dem Schné das Bundesland Bremen beim Bundesvision Song Contest 2012 vertritt. Enthalten ist der Song auf dem am 14.09.2012 ersche Alles aus Liebe

Schné - "Alles aus Liebe"


Die zwei Seiten ihrer Musik

Ihren Sound bezeichnet Schné als "Philosophischen Nordpol-Pop". Der nördlichste Punkt der Erde habe für sie schon immer etwas Melancholisches gehabt. Diese nicht immer offensichtliche Seite von ihr zeige sich auch in ihren Liedern: "Es gibt die tanzbare, mitreißende Ebene - aber immer auch die Ebene, die Fragen stellt und tiefgründiger ist." Der Künstlername Schné stammt aus der Zeit, als sie Portugiesisch lernte. "Ich mochte die Klangfarben gern. Schné ist einerseits ein Klangname, andererseits ist er ein Symbol für die Schneekristalle", erklärt die 26-Jährige. Bei genauerem Hinsehen würden sich diese nämlich alle voneinander unterscheiden und somit wieder eine Metapher für ihre Musik darstellen.

Schné (8 Bilder)

Schné
Schné
Schné
Schné


Facetten ihres neuen Albums

Eine Single ihres neuen Longplayers heißt "Bastelkleid". Darin besingt sie die Verletzlichkeit von Menschen. "Das ist für mich der sensibelste Song auf dem ganzen Album. Für mich kommt an erster Stelle immer die Sensibilität", so Schné. Aus diesem Grund nannte sie das Album ebenfalls "Bastelkleid". Darauf präsentiert sie melancholische Songthemen mit fröhlich anmutenden Popklängen – und übt mit Liedern wie "Menschenfresser" auch mal Kritik an den Unterhaltungsmedien. "Es geht um Castingshows und all solche Dinge, bei denen Menschen mehr vorgeführt werden, anstatt dass man ihnen hilft, erfolgreich zu sein. Das finde ich menschenverachtend und kritisiere ich in dem Lied."


Der Bundesvision Song Contest

Mit der ersten Singleauskopplung "Alles aus Liebe" vertritt Schné am 28. September beim Bundesvision Song Contest das Bundesland Bremen. Für sie stellt der Song eine gelungene Schnittmenge ihres Albums dar, weil er gleichzeitig tanzbar sei und viele philosophische Fragen beinhalte. Am 17. September präsentiert sie das Lied zudem bei Stefan Raabs "TV Total". Trotz ihres vollen Terminplans macht die Sängerin Verschnaufspausen. "So oft es mir möglich ist – damit überhaupt Kreativität entstehen kann. Dann gehe ich viel in der Natur spazieren." Lampenfieber vor dem großen Wettbewerb habe sie nicht, denn momentan ständen andere Dinge an. Auch Erfolgsdruck liege ihr fern: "Natürlich würde ich gerne gewinnen, wir würden uns alle tierisch freuen! Aber ich habe auch ein Urvertrauen, dass das, was passiert, richtig ist."

[Annika]

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Offizielle Website von Schné

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