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CD-Tipp

Lyambiko – „Inner Sense“

published: 20.02.2007

Lyambiko – „Inner Sense“ (Foto: SonyBMG) Lyambiko – „Inner Sense“ (Foto: SonyBMG)

Eigentlich ist ihre Stimme etwas zu kraftvoll, einen Tick zu derb, doch die Sängerin Lyambiko von der gleichnamigen Band schafft es immer wieder in einen jazzigen Singsang zurück. Gerade dieses Wechselspiel macht ihren Gesang so besonders, man kann fast hören, wie sich ihr Haar rebellisch lockt, während sie singt.

Schon die erste Nummer auf dem Album "Inner Sense" bietet mit ihrer jazz-funkigen Art, dem immer dringlicher werdenden Spiel des Pianisten Marque Lowenthal und der rasselnden Cajon den perfekten Teppich, damit die gebürtige Greizerin ihren drückenden Gesang mit der Musik verweben und darüber hinwegschweben kann. In „Break Your Bread“ ergeben sich ihre nachdrücklich gehauchten Worte in geseufzten Gesang. Das Stück erzählt vom Morgen nach einer harten Nacht und spielt mit diesem leisen Gefühl, dass die Welt ein kleines Stück verrückt wurde. Und ebenso wie bei diesem Lied zeigen die Musiker hinter der starken Frontfrau auch bei „Inside Outside“ ihr Können. Unvermittelt versucht man leiser zu atmen, um besser zu hören, wie die Snares unter den Stöcken des Drummers zerfließen.

Ein sehr beeindruckendes Cover ist die Nummer „Somebody To Love“, ein Stück von Freddie Mercury. In dieser swingigen Jazzversion überrascht es mit einer unschuldigen Frische und verliert trotzdem, dank Lyambikos energischer Stimme, seinen ursprünglich rockigen Charme nicht. Eine weitere Kuriosität ist das Stück „Bangalore Local“, das mit der Geräuschkulisse eines Bahnhofes beginnt und, streckenweise fast wie ein Musical klingend, von einer Zugfahrt durch Indien erzählt. Und da die Band wohl selbst gemerkt hat, dass dieser kleine Ausflug nach Bangalore Verwirrung stiften könnte, steht im Booklet der CD nicht nur der Text zu dem Stück sondern auch eine Erklärung, was es mit diesem Lied auf sich hat.

„Restless“ klingt genauso, wie der Name es vermuten lässt. Man sieht förmlich eine schneller werdende Verfolgungsjagd vor sich. Dieses Bild wird vor allen Dingen durch das treibende Schlagzeug und die dynamisch dramatischen Klänge des Pianisten erzeugt. Die Hatz wird immer wieder kurz unterbrochen, doch die ersehnten „Times of Silence“ bleiben unauffindbar. Herzklopfen führt uns aus diesem Song direkt an die Fenster zur Vergangenheit, „Windows Of The Past“. Ob hier wohl die Gründe für Lymbikos Rastlosigkeit liegen? Doch anders als die Texte vermuten lassen, ist die Wahlberlinerin längst zu Hause angekommen, zumindest musikalisch.

[Birte Frey]

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Links

www.lyambiko.com

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