CD-Tipp

Brett Anderson - "Brett Anderson"

published: 12.04.2007

Brett Anderson - "Brett Anderson" (Foto: V2 Records) Brett Anderson - "Brett Anderson" (Foto: V2 Records)

Brett Anderson machte sich bereits Anfang der 90er Jahre als Frontmann der Band Suede einen Namen. Die englische Band gilt, nachdem sie anfängliche Schwierigkeiten und häufige Mitgliederwechsel überstehen musste, heute als einer der Vorreiter des Britpop. Nach der Trennung 2003 gründete Anderson gemeinsam mit dem ehemaligen Bandkollgen Bernard Butler The Tears.

Nun veröffentlicht er ein Solo-Album mit dem simplen Titel „Brett Anderson“. Als Britpop lässt sich sein Stil immer noch bezeichnen, auch wenn sich kaum ein Titel finden lässt, bei dem es etwas lauter zugeht. Insgesamt ist es die Scheibe melancholisch und gleichzeitig ein sehr persönliches Album.

Ein ausdrucksvoller und fast schon düsterer Titel ist „Colour Of The Night“. Die Stimme des Sängers wird hier nur von einem Klavier begleitet, wobei besonders der Refrain sehr dunkel klingt und eine depressive Stimmung erzeugt. Ähnlich ist es mit „The More We Possess The Less We Own Of Ourselves“, das durch die tiefen Chor-Gesänge und Streicher sehr theatralisch wirkt. Der Text beschreibt Andersons Hass gegen den Konsum. Der einzige Song, bei dem es etwas rockiger zugeht und sowohl E-Gitarre als auch Schlagzeug in den Vordergrund rücken, ist "Dust And Rain".

Insgesamt versteckt sich das Album nicht hinter großen und lauten instrumentalen Arrangements sondern zeichnet sich vor allem durch seine Texte und Melodien aus. Wer es also gerne mal ein bisschen ruhiger und nachdenklicher hat und trotzdem gut auf schnulzige Schinken verzichten kann, dürfte mit diesem Album genau richtig liegen.

[Ariam Debas]

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Links

www.brettanderson.co.uk

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