Datenschutzverordnung

Das müssen Online-Anbie­ter beachten

published: 22.05.2018

Prof. Marco Hardiman gibt Tipps zur Umsetzung der DSGVO (Foto: Kevin Christian Hackert/Public Address) Prof. Marco Hardiman gibt Tipps zur Umsetzung der DSGVO (Foto: Kevin Christian Hackert/Public Address)

Wer als verantwortlicher Admin die AStA-Seite betreut, als Studierender ein Startup mit eigener Website gegründet hat oder schon lange als Internet-verantwortlich für den örtlichen Sportverein fungiert, könnte dieser Tage ein wenig Angstschweiß auf der Stirn haben. Denn am 25. Mai tritt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft. Die bringt uns Nutzern mehr Datensicherheit, den Webseitenbetreibern aber gibt sie neue Aufgaben auf. Deswegen gilt es, die eigene www-Adresse einmal streng zu prüfen: Wo und wie sammle ich personenbezogene Daten? Darf ich das Facebook-Plugin weiter verwenden? Ist mein Impressum mit der Datenschutzerklärung auf dem neuesten Stand?
 

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Eine neue Datenschutzerklärung muss her

Grundsätzlich gilt zu beachten, dass mit der DSGVO jede Nutzung von personenbezogenen Daten deutlich und verständlich gekennzeichnet werden muss und die Betroffenen um eine entsprechende Einwilligung gebeten werden müssen. Im gleichen Zusammenhang muss auch auf das Widerrufsrecht und das Recht auf Löschung dieser Daten aufmerksam gemacht werden. Dementsprechend benötigt jede Webseite nun eine (erneuerte) Datenschutzerklärung, die – wie das Impressum - von allen Unterseiten erreichbar sein muss. Diese Datenschutzerklärung muss genau Aufschluss darüber geben, welche Daten für welchen Zweck verwendet werden und welche Drittanbieter mit diesen Daten in Kontakt kommen. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man auch selbst genau weiß, welche Plugins auf der Webseite aktiv sind und welche auf personenbezogene Daten zugreifen.

Was ist die DGSVO? Tipps für Websitenbetreiber (Teil 2)


Wer jetzt schon erste Angstzustände bekommt, den können wir beruhigen: Glücklicherweise gibt es für die Erstellung solcher Datenschutzerklärungen kostenlose Generatoren, die in den meisten Fällen auch schon an die DSGVO angepasst sind und den Webseitenbetreibern Schritt für Schritt helfen, hier DSGVO-konform zu werden.
 

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Höchste Datenschutzstufe

Zudem gilt es zu überprüfen, ob alle Datenverarbeitungen gesetzlich zulässig sind und ob die Webseite dem Privacy by Design- und Privacy by Default-Prinzip folgt. Privacy by Design bedeutet, dass Datenschutzmaßnahmen bereits bei der Entwicklung von Produkten und Verfahren einbezogen werden und auf dem aktuellsten Stand der Technik sein müssen. Privacy by Default meint dagegen, dass bei Voreinstellungen von Onlineplattformen oder Apps immer die höchste Datenschutzstufe eingestellt sein muss. Außerdem muss im Zusammenhang mit der personenbezogenen Datennutzung ein Verarbeitungsverzeichnis angelegt werden.

Auch bei der Verwendung von Cookies soll es bald eine entscheidende Änderung geben. Mit dem Eintritt der DSGVO war auch ein gleichzeitiges Inkrafttreten der sogenannten ePrivacy-Verordnung geplant, die unter anderem das Webtracking, also das Verfolgen von Nutzerverhalten und -aktionen auf einer Webseite, regulieren wird. Bisher war es auf Webseiten nur möglich, die Verwendung von Cookies zu bestätigen. Nun sollen Webseitenbesucher auch die Möglichkeit bekommen, dies abzulehnen - möglichst ohne Einschränkung der Webseiteninhalte. Ob nun jeder Webseitenbetreiber diese Ablehnfunktion aktiv bereitstellen muss oder ob der Privatnutzer dies in den Browsereinstellungen umstellen kann, wird sich noch zeigen, denn die ePrivacy-Verordnung verzögert sich nach neuestem Stand bis voraussichtlich 2019. Es schadet aber nicht, sich bereits jetzt mit der Cookie-Verwendung auf der eigenen Webseite auseinanderzusetzen.

Der Autor: Patrick Kern

Der Autor: Patrick Kern

Er ist ein echter Allrounder: Patrick ist neugierig und probiert alles aus – ob in der Freizeit oder bei Pointer. Mal läuft er kilometerlang durch Matsch und Meer, mal berichtet er in Vlogs von seinem Lehramtsstudium, mal schreibt er Artikel zu aktuellen Studi-Themen. Bei seinen Hobbys stehen Geschicklichkeits-Sportarten an erster Stelle, die ihn bereits ins Fernsehen gebracht haben. Schwach wird Patrick bei Netflix, bei Musik aus seiner Kindheit und bei italienischer Küche.

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