#MeTwo

Mit einem Hashtag gegen Rassismus

published: 31.07.2018

Unter dem Hashtag "MeTwo" teilen Betroffene, wie sie im Alltag rassistisch diskriminiert werden (Foto:nullplus/shutterstock.com) Unter dem Hashtag "MeTwo" teilen Betroffene, wie sie im Alltag rassistisch diskriminiert werden (Foto:nullplus/shutterstock.com)

"Kind im Hort erklärt meiner Tochter, sie wisse, warum sie so braun ist. Ihr Vater habe ihr erklärt, so markiert man die besonders dummen Babys, indem man sie eine Weile in einem brennenden Kohlefass schmoren lässt." Diese erschreckende Story teilte die Userin Sophie Samburane unter dem Hashtag "MeTwo" auf Twitter. Damit ist sie eine der vielen, die gerade ihre Erfahrungen von alltäglich erfahrenem Rassismus auf den sozialen Netzwerken öffentlich macht. Die Debatte kam auf, nachdem sich Mesut Özil bei seinem Rücktritt aus der Fußball-Nationalmanschaft über Alltagsrassismus in Deutschland beschwert hatte. Die Idee zu dem Hashtag aber hatte der 25-jährige Student Ali Can. Er startete eine Kampagne unter dem Hashtag "MeTwo", damit Menschen, die in alltäglichen Situationen mit Rassismus konfrontiert werden, eine Möglichkeit haben, darüber zu reden und ihre Erfahrungen zu teilen.
 

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Besonders erschreckend ist es wohl zu lesen, wie viele Kinder und Jugendliche bereits in der Schule Diskriminierung erfahren, vor allem von ihren Lehrern. Schlimm sind auch diejenigen, die anscheinend immer noch nicht verstanden haben, worum es eigentlich geht. Viel zu viele User machen sich über die #MeTwo-Tweets und -Geschichten lustig, als spiele es keine Rolle, dass jemand wegen seiner Hautfarbe schlechtere Noten bekommen hat - oder einen Job wegen seines Nachnamens eben nicht.
 

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So wie viele User des Hashtags hat auch sein Gründer einen Migrationshintergrund. Mit #MeTwo, auf Deutsch "IchZwei", spielt er darauf an. "Weil ich mehr bin als nur eine Identität", erklärt Ali Can in dem Video von "Perspective Daily". Er fühle sich in Deutschland zu Hause, gleichzeitig könne er sich aber auch zu einer anderen Kultur oder einem anderen Land verbunden fühlen - wie der Türkei, dem Land seiner Eltern. Die doppelte Identität sieht Ali Can als etwas Positives für die deutsche Gesellschaft. Die Kampagne "MeTwo" lehnt sich an den bekannten Hashtag "MeToo" an, unter denen Frauen seit Monaten ihre Erlebnisse mit sexueller Gewalt und Belästigung teilen und welcher international Debatten auslöste.
 

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"MeTwo" wurde ebenfalls bereits tausendfach auf Twitter geteilt, unter anderem von vielen Prominenten und Politikern. Dies zeigt, wie wichtig die aktuelle Debatte ist. Denn egal ob in der Schule, unter Freunden oder im öffentlichen Raum wie in öffentlichen Verkehrsmitteln, es leiden zu viele Menschen unter dem sogenannten "Alltagsrassismus", den leider viele zu oft als harmlos abtun und der deshalb kaum angeprangert wird. Mit dem Hashtag "MeTwo" werden jetzt genau diese Geschichten und Erlebnisse geteilt und dies stößt eine Debatte an, die hoffentlich eine Veränderung in der Gesellschaft bringen wird.
 

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[Céline Ketfi]

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