Die App "BirdNet" erkennt anhand des Gesanges eines Vogels die Art (Foto: Phyllis Nagel/Unsplash.com) Die App "BirdNet" erkennt anhand des Gesanges eines Vogels die Art (Foto: Phyllis Nagel/Unsplash.com)
App-Tipp

Vogelstimmen-App "BirdNET"

Seit einigen Wochen genießen wir bereits das warme Frühlingswetter. Nicht nur die steigenden Temperaturen kündigen den Jahreszeitenwechsel an: Endlich sind morgens wieder Vogelstimmen zu hören. Hast du dich auch schon einmal gefragt, welche Vögel in den Bäumen vor deinem Fenster wohnen? Die App "BirdNET" macht es einfach, das herauszufinden. Die Anwendung erkennt 3.000 Vogelarten an ihrem Gesang. Wissenschaftler von TU Chemnitz haben die App zusammen mit ihrem Kollegen von der Cornell University in den USA entwickelt. Nachdem sie im Google Play Store schon erfolgreich war, ist sie nun auch im App Store verfügbar. "BirdNET" wurde weltweit bereits über eine Million mal heruntergeladen.
 


Die App funktioniert über einen KI-gestützten Algorithmus. Du lädtst einen kurzen Audio-Ausschnitt der Vogelstimme hoch. Die App visualisiert dann die Geräusche der Umwelt, wodurch du erfährst, wie Vogelstimmen aussehen. Aufgrund der Audio-Daten, aber auch anhand von Ort und Datum, entscheidet die App, ob eine bestimmte Vogelart zu hören ist. Erkennt die App eine Art, kanst du dir die Details dazu anzeigen lassen. Die Beobachtungen kannst du speichern und mit Freunden teilen.
 


Nach dem Start der App im Jahr 2018 zählte das Team um Forscher Dr. Stefan Kahl bereits ein Jahr später rund 180.000 Downloads. 2020 gab es dann einen besonders hohen Anstieg der Downloads und Zugriffe, was die Wissenschaftler der Situation um Corona zuschreiben. "Unsere App sorgt im häuslichen Umfeld oder bei Spaziergängen in der Natur für Abwechslung, Unterhaltung und Wissen – danach haben sich bestimmt viele gesehnt", sagt Dr. Stefan Kahl laut Pressemitteilung der Technischen Universität Chemnitz über den Erfolg von "BirdNET".
 


Auch Forschern erleichtert die App ihre Arbeit, wenn sie Vögel identifizieren müssen. Die mittlerweile 3.000 gespeicherten Vogelarten machen die App weltweit einsetzbar. Die Übermittlung der Daten erfolgt anonym. Es wird lediglich eine zufällig generierte Gerätekennung übertragen. Die übermittelten Daten werden ausschließlich für Forschungszwecke verwendet. Die Daten werden zudem ausschließlich auf Servern der TU Chemnitz gespeichert.

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Die Autorin: Rebecca Niebusch
Die Autorin: Rebecca Niebusch

Die Autorin: Rebecca Niebusch

In Ostfriesland geboren und in Norddeutschland aufgewachsen, verbrachte Rebecca während der Schulzeit ein Austauschjahr in Iowa in den USA. Nach dem Abi reiste sie nach Kanada und jobbte dort als Bäckerin und im Supermarkt. Nach fünf Jahren Studium in Köln geht es jetzt nach Hamburg, wo sie sich beruflich im Journalismus austobt. Rebecca liebt Podcasts, TKKG, Urlaub in Dänemark, Late-Night-Shows und Interior Design.