Konzerte · Sonstiges

Max Jury

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Max Jury meldet sich mit einem neuen Album zurück: Im Mai erscheint mit „Modern World“ der Nachfolger des gefeierten Debüts, mit dem sich der Amerikaner aus dem Stand ganz nach oben katapultierte. Schon vorab gibt es die Single „Sweet Lie“ in voller Pracht zu hören. Mit dem neuen Werk liefert der 26-Jährige, der bekanntlich schon ein paar Jahre regelmäßig in Paris lebt, ein wunderbar klingendes Gegengift für den überwältigenden Ansturm des alltäglichen Wahnsinns. Schon mit seiner ersten Single „Numb“, welche zig Millionen Streams auf Spotify erreichte, gelang ihm der Durchbruch. Doch der Erfolg forderte auch seinen Tribut, wie Jury heute offen bekennt: „Auf dem neuen Album hört man die erste Musik, die ich im Studio nüchtern aufgenommen habe.“ Ein Entzug sei nur das eine gewesen. Das andere war die Ursachenforschung. Wie geht man mit einer Krankheit um, die offenbar eine ganze Generation angesteckt hat: Die Einsamkeit, die ewige Langeweile und der Suche nach Erlösung von was auch immer. Das Ergebnis dieses Prozesses ist „Modern World“ und der Weg dorthin ein Neustart als Sänger, als Songwriter, als Künstler. Wie sich das anhört kann man schon jetzt in allerdings reduzierter Version hören: Jury entschloss sich, einige der Songs des neuen Albums in akustischen Demo-Versionen vorab zugänglich zu machen. Insbesondere zwei Schlüsselstücke: Das eher resignierte „Primrose Hill“ und das überaus persönliche Titelstück, ein souliger Song über die tägliche Tretmühle. Sie stechen dabei hervor und zeigen einen reflektierten Musiker, der eine offensichtlich schwere Krise kreativ überwunden hat. Gleichzeitig hört man hier auch schon die neuen Einflüsse heraus, die das Album prägen: Ella Fitzgerald, Chet Baker, John Coltrane, Miles Davis und Donald Byrd bringen mehr Jazz in die Tracks, die elektronischen Pop-Produktionen eines Kanye West den fülligen Sound. Die Arrangements sind noch weitgehender als beim Debüt, die Streicher klingen satt und voll aus den Speakern, der Background-Gesang hebt das Feeling auf ungeahnte Ebenen. Jetzt darf man sich freuen, wie Max Jury das alles live umsetzt, wenn er im Juni für eine exklusive Show nach Berlin kommt. Mit der neuen Platte hat er jedenfalls das Zeug, zu einem begnadeten Crooner zu werden.

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