Konzerte · Rock & Pop

Joe Henry

Joe Henry

In seiner mehr als 25-jährigen Karriere hat Joe Henry einen unauslöschlichen Eindruck in der amerikanischen Popmusik hinterlassen. Als Songwriter wird Henry für seine Erforschung menschlicher Erfahrungen gefeiert. Dazu ist er ein literarischer Geschichtenerzähler, der abwechselnd düster, melancholisch und hoffnungsvoll textet und spielt. Jüngst erschien sein aktuelles, 15. Soloalbum „The Gospel According To Water“ (earMUSIC). „Die Musik fließt langsam und nachdenklich dahin, besitzt aber dennoch eine gewisse Dringlichkeit“, urteilt Allmusic.

Henry hat mit vielen namhaften Künstlern an seinem eigenen Werk gearbeitet, von T Bone Burnett, Daniel Lanois und Van Dyke Parks auf der einen Seite des Spektrums bis hin zu Don Cherry, Ornette Coleman, Brad Mehldau und Bill Frisell auf der anderen Seite. Dazu war er als Produzent überaus erfolgreich und gewann in dieser Funktion drei Grammys. Unter anderem hat Joe Henry Platten für Bonnie Raitt, Hugh Laurie, Lisa Hannigan, Elvis Costello, Rhiannon Giddens und Solomon Burke produziert. 2016 tat sich Henry mit Billy Bragg für das gemeinsame Album „Shine A Light: Field Recordings From The Great American Railroad“ zusammen. Anschließend wurden die beiden von der Americana Music Association als „Duo/Gruppe des Jahres“ nominiert.

Als Solokünstler zeichnet Henrys Musik eine konsistente Klangtiefe aus. Das aktuelle Album „The Gospel According To Water“ setzt sich mit Krankheit und Tod auseinander, nachdem bei dem Singer/Songwriter Krebs diagnostiziert worden war. Darüber schrieb er ein paar Songs und nahm sie in seinem Home Studio zusammen mit seinem Freund S. Husky Höskulds auf. „Dabei ist Henry in diesen Liedern nicht besessen von Tod und Sterben“, urteilt Allmusic, „doch sie ringen mit Vorstellungen von Liebe und Glauben mit einer Schwerkraft, die ungezwungen und dennoch deutlich hörbar ist.“

Joe Henry galt lange Zeit als Geheimtipp, seine Lehrjahre waren hart und entbehrungsreich. „Ich kann mich gut an sie erinnern, ich lebte in New York und hatte kein Publikum. Für wen schreibe ich Songs, fragte ich mich. Eine schwere Zeit, sehr demoralisierend“, entsinnt er sich im Interview. Glücklicherweise haben sich die Zeiten geändert, heute zählt er zu den gefragten Produzenten und Künstlern. „Ich habe keinen Hit gehabt, aber produzierte Alben, die Menschen wirklich mögen. Zudem schrieb ich Songs für andere Interpreten, die sich millionenfach verkauften“, bilanziert er zufrieden.

Musikalisch bewegt sich Henry zwischen Tom Waits und Bob Dylan. „Sogar Leute, die Dylan hassen, müssen einräumen, dass er das Spiel im Großen und Ganzen geändert hat. Ich entdeckte ihn als ich elf Jahre alt war. Er ist eine wichtige Informationsquelle für mich wie (Dichter) Walt Whitman und (US-Präsident) Abraham Lincoln“, preist Joe Henry den rätselhaften Songwriter-Giganten. Sein zweiter großer Einfluss ist Tom Waits. „Musik swingt im Drei-Viertel-Takt und rockt im Vier-Viertel-Takt. Toms Musik höre ich schon seit ich fünfzehn bin, ich liebe ihn wie einen Vater. Er war mir eine große Hilfe, er hat mich stets unterstützt. Wir beide mögen den Blueser Leadbelly und Edith Piaf zu gleichen Teilen und wir beide sind keine Männer des Mainstream.“

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