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Doyle Bramhall II - European Tour 2019

Doyle Bramhall II - European Tour 2019

Was hat Doyle Bramhall II nur an sich, dass die berühmtesten Musiker sich um eine Zusammenarbeit mit ihm reißen? Seit 2000 sind Eric Clapton und er auf der Bühne und im Studio ein unzertrennliches Team und auch andere Größen wie Roger Waters, T-Bone Burnett, Elton John, Gregg Allmann, Allen Toussaint, Sheryl Crow, Billy Preston, Dr. John, Michael McDonald, Erykah Badu, Questlove oder Meshell Ndegeocello schätzen das Talent des einzigartigen Gitarristen, Singer Songwriters und Produzenten. Was ist das Besondere an diesem dynamischen, facettenreichen Künstler, der als Linkshänder seine Gitarre verkehrt herum spielt? Was macht ihn zur ersten Wahl von Musikstars der verschiedensten modernen Genres? „Ich weiß nicht, ob ich das beantworten kann.“, lächelt der 49-jährige etwas verlegen. „Ohne überheblich wirken zu wollen, kann ich sagen, dass ich in meinem Leben einfach sehr viel Glück hatte. Eine musikalische Erfahrung folgte der nächsten und im Laufe der Zeit konnte ich mit so vielen Leuten arbeiten, die ich bewundere und die mich inspiriert haben. Vielleicht liegt es daran, dass ich immer tief in den Geist des anderen eintauche. Ich möchte mein Gegenüber verstehen, wissen woher er oder sie kommt und was sein Ziel ist.“ Er lacht und fügt hinzu: „Niemand hat es mir bisher gesagt.“ Doyle Bramhall II wuchs in Austin, Texas, auf und die Musik war ihm damals schon in die Wiege gelegt worden. Sein Vater, der ältere Doyle Bramhall, spielte mit Gitarrist Jimmie Vaughan, einem Freund aus Kindertagen, in der Band „The Chessman“ (die sogar einmal eine Show für Jimi Hendrix eröffnen durfte). Er arbeitete auch mit dessen Bruder Stevie Ray sowie mit Freddie King und Lightnin‘ Hopkins zusammen. Es dauerte nicht lange, bis Doyle Junior seine erste Gitarre in Händen hielt und mit seinem Vater jammte.
Im Alter von 15 Jahren tat er sich mit den Vaughan Brüdern zusammen („Sie waren wie eine Familie für mich.“), spielte in verschiedenen Bands und verdiente bei Konzerten am Wochenende bis zu 400$. Mit 18 folgte er dem Rat von Jimmie Vaughan und schloss sich den Fabulous Thunderbirds an. Zwei Jahre später, kurz nach dem tragischen Tod von Stevie Ray Vaughan, gründete er mit seinem Kumpel, Gitarrenass Charlie Sexton aus Austin, die Arc Angels. Die Band, der auch Schlagzeuger Chris Layton und Bassist Tommy Shannon aus Stevie Rays ehemaligen Projekt Double Trouble, angehörten, veröffentlichte 1992 ein starkes, selbstbetiteltes Debüt. Die Gruppe brach jedoch auseinander, bevor ein Nachfolger aufgenommen werden konnte. Anschließend widmete sich Doyle Bramhall II verstärkt seiner Solokarriere und unterschrieb einen Vertrag bei Geffen Records. Die Alben „Bramhall II“ (1996) und „Jellycream“ (1999) folgten und gewannen nicht nur die Herzen von Kritikern, sondern auch von niemand geringeren als Roger Waters und Eric Clapton. Kurz darauf fand sich Bramhall auf Roger Waters „In The Flesh“-Welttourne (1999-2000) wieder, wo er nicht nur Gitarre spielte, sondern auch die Leadvocals und den Backgroundgesang beisteuerte. Seine Auftritte sind auf der CD / DVD „In The Flesh – Live“ dokumentiert. Der Bund mit dem Pink Floyd-Sänger hätte vielleicht auch noch länger angedauert, hätte er keinen Anruf von Eric Clapton persönlich bekommen. „Eines Tages nahm ich den Hörer ab und hörte ihn sagen ‚Hi, hier ist Eric und ich bin ein großer Fan von Dir. Ich mache gerade eine Platte zusammen mit B. B. King und würde gerne mit Dir zusammenarbeiten‘.“, erinnert sich Bramhall. Das Ergebnis ist, das im Jahr 2000 veröffentlichte, mit einem Grammy und Doppelplatin ausgezeichnete „Riding With The King“. Darauf ist nicht nur Bramhalls virtuoses Gitarrenspiel zu hören, sondern auch zwei Stücke von „Jellycream“ – „Marry You“ und „I Wanna Be“. Clapton gefielen die beiden Tracks so gut, dass er sie umgehend coverte. „Ich fühlte mich so geehrt, überhaupt mit Eric und B. B. spielen zu dürfen. Doch dass Eric auch zwei meiner Songs covern würde, hätte ich nie zu träumen gewagt.“, strahlt Bramhall.

„Riding With The King“ war der Beginn einer inzwischen zwei Jahrzehnte dauernden Partnerschaft von Bramhall und Clapton. Auf Claptons 2004 veröffentlichten Tributalben „Me And Mr. Johnson“ (2004) und „Sessions For Robert J” ist er an der Gitarre zu hören. Eigens geschriebene Stücke von Bramhall integrierte Clapton schließlich auf seinen Alben Reptile“ (2001), „Back Home“ (2004) und „The Road To Escondito“ (2005). Schließlich wurde Bramhall sogar Co-Produzent von „Clapton“ (2010) und „Old Sock“ (2013). Auf der Bühne ist er Claptons feuriger Gitarren-Gegenpart. Wenn Bramhall einmal nicht mit Clapton auf der Bühne oder im Studio stand, flog er rund um den Globus um mit anderen Musikern zu arbeiten, die jetzt um seine Aufmerksamkeit buhlten. Unter ihnen war auch Sheryl Crow. Bramhall co-produzierte und schrieb Songs für ihr 2011 erschienenes Album „From Memphis“ und ging anschließend mit Sheryl auf Tour. Auch auf ihrem letztjährigen Album „Be Myself“ steuerte er die Gitarrenparts bei. Außerdem begann er eine langjährige Partnerschaft mit der Tedeschi Trucks Band: er begleitete die Gruppe auf ihren Tourneen und schrieb Songs für die Soloalben ihrer Gründungsmitglieder, Derek Trucks und Susan Tedeschi.

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