Klassik & Kultur · Literatur

Tanja Raich - Schwerer als das Licht

Eine Frau lebt auf einer tropischen Insel. Berichtartig gibt sie Auskunft über all die seltsamen Dinge, die passieren. Die Blätter der Bäume färben sich schwarz. Am Ufer liegen tote Fische. Sterne fallen vom Himmel. Und in ihr wächst die Angst vor denen, die im Norden der Insel leben. Sie baut ihr Haus zu einer Festung aus, ständig gefasst auf den Angriff ihrer Feinde. Realität und Traum, Gegenwart und Vergangenheit, Licht und Schatten - alles überlagert sich und bald ist nicht mehr klar: Sind es die anderen, oder ist sie sich selbst die größte Bedrohung?

"Schwerer als das Licht" ist reich an Bildern und Deutungsmöglichkeiten und erzählt von den Gegenpolen des Lebens: vom Anfang und Ende, von Licht und Schatten, von der Natur und dem Übernatürlichen, Krieg und Frieden, Macht und Ohnmacht, Täter und Opfer. Es ist eine Geschichte der Menschheit und ihres Untergangs, die uns schmerzlich vor Augen führt, was wir verloren haben und was wir noch verlieren werden.

Tanja Raich | 1986 in Meran geboren. Sie lebt und arbeitet in Wien als Programmleiterin eines Verlages und als Autorin. Raich ist u.a. beim Open Mike und Franz-Tumler-Preis als Jurorin tätig, erhielt 2014 den Exil-Literaturpreis und war 2015 Finalistin des 20. MDR-Literaturwettbewerbs. 2016 erhielt sie das Start-Stipendium des BKA. Ihr viel beachtetes Debüt "Jesolo" (Blessing 2019) befand sich auf der Shortlist für den Österreichischen Buchpreis Debüt und für den Alpha Literaturpreis. Sie ist Herausgeberin der Anthologie "Das Paradies ist weiblich" (Kein & Aber 2022). "Schwerer als das Licht" ist ihr zweiter Roman, für einen Auszug daraus gewann sie 2017 den Ö1-Literaturwettbewerb ""Aber sicher".

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