Klassik & Kultur · Klassische Konzerte

Caspar Frantz

Caspar Frantz

Die Sonaten Beethovens gelten nicht nur als das „Neue Testament“ der Klavierliteratur (quasi als Nachfolge von Bachs „wohltemperiertes Klavier“), sondern auch als musikalisches Abbild der Entwicklung Beethovens als Mensch und Musiker. Seine Klavierwerke haben narrativen Charakter – und nicht nur seine Zeitgenossen, sondern auch die heutigen Hörer reflektieren über die zugrundeliegenden poetischen Ideen, begegnen in den Tönen sowohl sich selbst im eigenen Erlebnis Horizont als auch dem künstlerischen Ich des Komponisten, der seine Musik doch als reine Töne verstanden wissen wollte. Zum Beethoven-Jubiläumsjahr 2020 setzt Pianist und Hochschulprofessor Caspar Frantz zwei Sonaten auf das Programm, die in zeitlicher Nähe zu einem Wendepunkt in Beethovens Schaffen entstanden sind. „Ich bin mit meinen bisherigen Arbeiten nicht zufrieden. Von nun an will ich einen anderen weg beschreiten”, soll Beethoven seinem Schüler Carl Czerny mitgeteilt haben. Kurz zuvor schrieb er die Sonate Nr. 15: Zwischen all den lieblichen, glücklichen Stimmungen – die auf Beethovens Liebe zur Natur verweisen – blitzt hier im zweiten Satz bereits das hadern mit seinem eigenen Schicksal auf. Kurz nach dem Zitat entstand die zerrissene und turbulent-kontrastreiche Sonate Nr. 17, in der intensives musikalisches experimentieren die persönliche Umbuchzeit widerspiegelt. Nicht umsonst trägt sie den Titel „Der Sturm“.

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Veranstaltungen (20.12.2020 - 20.12.2020)

MONHEIM AM RHEIN
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So, 20.12.2020
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