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Gesundheitspreis

Die Gewinner des pulsus 2011

published: 11.05.2011

Freuten sich für Preisträger Professor Bernd Domres (Mi.): Moderatorin Julia Westlake (li.) und Professor Dietrich Grönemeyer (re.) (Foto: Public Address)Freuten sich für Preisträger Professor Bernd Domres (Mi.): Moderatorin Julia Westlake (li.) und Professor Dietrich Grönemeyer (re.) (Foto: Public Address)

Die Gewinner des pulsus-Gesundheitspreises wurden am 11. Mai in Berlin ausgezeichnet. Mit dem Preis ehren die Techniker Krankenkasse und die "Bild am Sonntag" zum sieben Mal Menschen, die sich besonders für andere eingesetzt haben oder ein schweres Schicksal auf eindrucksvolle Weise gemeistert haben.

Helfen mit Holzstöcken und Radspeichen

Zu den stillen Helden des Alltags, die im Berliner Axel-Springer-Haus ausgezeichnet wurden, gehört auch Professor Bernd Domres. Die Spezialität des Mediziners: Menschenleben retten. Und das in der Regel mit einfachsten Mitteln. Gebrochene Knochen bearbeitet der Tübinger, dessen großes Vorbild Albert Schweitzer ist, schon mal mit Holzstöcken oder Fahrradspeichen. Denn dort, wo Domres als Katastrophenarzt im Einsatz ist, haben Erbeben gewütet oder Tsunamis verheerende Schäden angerichtet. Der 72-Jährige war in seinen 30 Berufsjahren so ziemlich in jeder Ecke der Erde. Zuletzt half er in Chile, rettete in Haiti Menschen und praktizierte in Pakistan nach der großen Flutkatastrophe. Oft operierte er in endlosen Schichten ohne Strom, Wasser und Medikamente. Dabei ist Domres eigentlich seit sieben Jahren im Ruhestand. Trotzdem treibt ihn der Wille, anderen zu helfen weiter an. "Alleine in Port-au-Prince auf Haiti konnten wir im Januar 106 Menschenleben in einer Woche retten", beschreibt Domres seine Motivation. Dafür erhielt er den pulsus in der Kategorie "Arzt des Jahres".

pulsus 2011 (10 Bilder)

pulsus 2011
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Lebensrettende Entscheidung

Zu den weiteren Gewinnern gehört Sandy Sollan. Die 36-jährige Mutter traf auch in einer extremen Situation eine lebensrettende Entscheidung: Als ihr Sohn starb, gab sie die Organe des anderthalbjährigen Peter für eine Spende frei und half so drei kleinen Menschen mit einer Transplantation. Die Laudatio auf die Bürokauffrau, die in der Sonderkategorie "Organspende" ausgezeichnet wurde, hielt SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier. Er hat einer sehr persönliche Beziehung zum Thema "Organspende", seit er seiner Frau selbst eine Niere gespendet hat.

Außerdem wurde die Krankenschwester Yvette Duwenbeck geehrt. Sie betreut sei Jahren die 13-jährige Sophie, die an einem Lymphangiom, einem Geschwulst im Gesicht, leidet. Dafür zog Duwenbeck sogar mit ihrer kleinen Patientin zusammen und wechselte mehrmals die Anstellung, um den Teenager weiter pflegen zu können. Für ihr Engagement wurde die 40-Jährige nun als "Krankenschwester des Jahres" geehrt.

"Kämpferin des Jahres"

Die "Kämpferin des Jahres" ist Christa Robbel. Die 69-Jährige pflegt seit 22 Jahren ihren Mann Peter, der in der Silvesternacht 1989 einen schweren Schlaganfall erlitt. Der heute 71-Jährige ist an den Rollstuhl gefesselt und kann kaum sprechen.

Weitere Gewinner: die Kinder und Lehrer der Astrid-Lindgren-Schule in Düsseldorf. Die Einrichtung wurde für die erfolgreiche Integration von behinderten Kindern als "Grundschule des Jahres" ausgezeichnet.

Der Preis für die "Kampagne des Jahres" ging an den Krankenpfleger Raimond Ehrentraut und den Psychologen Jürgen Vollmann aus Bremen. Die beiden sind die Erfinder von "Dolores", einer Schmerz- und Angstprophylaxe für Kinder, die operiert werden müssen.

Über die pulsus-Gewinner entscheidet jedes Jahr eine Expertenjury. Dazu gehören bekannte Persönlichkeiten wie der Mediziner Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer, die Ärztin und TV-Moderatorin Dr. Susanne Holst, Walter Mayer, Chefredakteur der Zeitung "Bild am Sonntag", die Journalistin und Moderatorin Caroline Hamann und Prof. Dr. Norbert Klusen, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse.

[TK]

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