Kleines Gewürzlexikon – F bis L

Nicht nur für Feinschmecker

published: 29.07.2008

Knoblauch, Ingwer, Kurkuma, Fenchel und Lorbeerblätter verfeinern eure Mahlzeiten  (Foto: Public Address) Knoblauch, Ingwer, Kurkuma, Fenchel und Lorbeerblätter verfeinern eure Mahlzeiten (Foto: Public Address)

Während sich die einen schon beim Gedanken an Fenchel, Ingwer oder Kümmel schütteln, können andere gar nicht genug davon bekommen. Um eure Kenntnisse rund ums Würzen aufzupeppen, hat die Techniker Krankenkasse Informationen zu bekannten und weniger bekannten Gewürzen für euch gesammelt und in einem kleinen Lexikon zusammengefasst.

Fenchel - Nicht nur gut gegen Bauchweh
Vielen von euch ist Fenchel bestimmt noch gut aus Kindertagen bekannt oder verhasst, denn die Heilpflanze wird kleinen Kindern häufig als Tee verabreicht, wenn es im Magen kneift. Die Knolle mit dem anisartigen Geschmack stammt aus dem Mittelmeerraum, wo das Gemüse übrigens häufig mit gesundem Olivenöl serviert wird. Als Gewürz werden allerdings nur Kraut und Samen verwendet, die sich gut zum Verfeinern von Fisch, Meeresfrüchten oder Fleisch und Geflügel eignen. Als ein Hauptbestandteil des Fünf-Gewürze-Pulvers "wu xiang fen" ist die Fenchelnote übrigens besonders in der chinesischen Küche sehr beliebt.

Ingwer - Geheimnisvolle Knolle
Ingwer hat sich als beliebte Sushi-Beilage mittlerweile auch in westlichen Gefilden einen Namen gemacht. Die urwüchsige Knolle aus Indien lässt sich bereits gemahlen oder am Stück erwerben. Das scharfe Gewürz verleiht sowohl Gemüsegerichten, Saucen oder Suppen einen asiatischen Touch - übrigens ist es auch in vielen Curry-Mischungen enthalten. Stücke von der frischen Wurzel lassen sich auch als Tee aufbrühen.

Knoblauch - Eigenwilliger Duft
Der gute Ruf des vermutlich aus Asien stammenden Zwiebelgewächses erlitt glücklicherweise nur aufgrund seines etwas eigenwilligen Geruchs Schaden, denn ansonsten lässt sich dem schmackhaften Gewürz kaum etwas Schlechtes nachsagen: Es fördert die Durchblutung und lässt sich nahezu unbegrenzt in der Küche verwenden. Während roher Knoblauch mit der Lagerung eine immer intensivere Schärfe entfaltet, verliert er diese in gegarter Form und wird angenehm mild. Übrigens: Wer es etwas weniger geruchsintensiv mag, reibt lediglich Schüsseln oder Pfanne mit einer Knoblauchzehe aus.

Gewürze geben vielen Gerichten nicht nur einen tollen Geschmack, sie sorgen häufig auch für Farbe auf dem Teller (Foto: Public Address)Gewürze geben vielen Gerichten nicht nur einen tollen Geschmack, sie sorgen häufig auch für Farbe auf dem Teller (Foto: Public Address)

Kümmel - Kleines Verdauungshilfe
Kümmel wird wegen seines anisähnlichen Geschmacks entweder gehasst oder geliebt. Die kleinen Körnchen gehören zu den ältesten hier beheimateten Gewürzen und sind besonders für ihre Eigenschaft als Verdauungshelfer bekannt. Ob gemahlen oder als Korn verfeinert Kümmel deswegen vor allem Kohl- und Krautgerichte, wird jedoch auch gerne mit Käse oder Brot kombiniert. Besonders in der bayrischen Küche findet man ihn häufig als Begleiter von Braten. Der verwandte Kreuzkümmel kommt übrigens oft in asiatischen und orientalischen Gerichten zum Einsatz.

Kurkuma - Sonne fürs Essen
Wie der Ingwer stammt auch die quietschgelbe Kurkuma-Knolle aus der asiatischen Küche, nämlich aus dem südöstlichen Bereich. Je gelber die Wurzel ist, desto besser soll die Qualität sein! Sie gehört zu der Familie der Ingwer-Gewächse und wird nach der Ernte getrocknet und gemahlen. Geschmacklich lässt sich Kurkuma jedoch etwas herber als Ingwer charakterisieren, obwohl die Düfte einander stark ähneln. Kurkuma ist übrigens verantwortlich für die gelbliche Färbung der in Europa bekannten Curry-Mischungen und eignet sich hervorragend zum Würzen und Färben von Reis- und Nudelgerichten, passt aber auch zu Fisch, Meeresfrüchten, Marinaden, Eiern, Rindfleisch und Geflügel.

Lorbeer - Kranz des Kummers
Einst verliebte sich der griechische Gott Apoll in die zarte Nymphe Daphne, die diese Zuneigung leider nicht erwiderte. Sie floh vor ihm und verwandelte sich in ihrer Not schließlich in einen Lorbeerbaum. Als Zeichen seines Kummers trug der Abgewiesene von da an ständig einen Kranz aus Lorbeerzweigen. Heutzutage dienen die Blätter des Lorbeerbaumes allerdings eher als Aufmunterung für Sauerbraten, Suppen, Eintöpfe oder Fisch. Die Strauchblätter, die ursprünglich angeblich aus Vorderasien stammen, dürfen jedoch nur in kleinen Mengen verwendet werden, damit sie durch ihr intensiv-bitteres Aroma die Speisen nicht verderben.

[Franzisca Teske]

ANZEIGE

Das könnte dich auch interessieren:

Hochschulkarte

Suche

Mimadeo / shutterstock.com
Über 19.000 Studiengänge an 747 Hochschulstandorten
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung