Rezept-Tipp

Maronencreme auf Roggenbrot

published: 13.10.2010

Zu einer Schnitte Roggenvollkornbrot mit Maronencreme passen Gurken (Foto: Public Address) Zu einer Schnitte Roggenvollkornbrot mit Maronencreme passen Gurken (Foto: Public Address)

Geröstet sind Esskastanien als "heiße Maroni" in aller Munde. Auf vielen Weihnachtsmärkten bietet ein Verkäufer diese duftende Spezialität direkt von der Feuerstelle an. Doch Maronen, die ursprünglich aus der Region um das Schwarze Meer stammen, sind ungeahnt vielseitig: Sie schmecken auch als Suppe oder herzhafte Füllung für Fleischgerichte, klein geschnitten und in der Pfanne gebraten zu Pasta oder Salat, als Zutat für Rot- oder Rosenkohlbeilagen und sogar als Grundlage für süße Desserts. Die Techniker Krankenkasse stellt dir hier ein Rezept für einen schmackhaften Brotaufstrich vor.

Was steckt drin?

Maronen enthalten viel Stärke, weshalb sie früher häufig zu Mehl gemahlen wurden. Auch heute lassen sich aus ihnen noch leckere Brote backen. Beim Rösten oder Kochen wandelt sich ein Teil der Stärke in Zucker um sorgt für den schmackhaften süßen Beigeschmack der pikanten Leckerei.

Die dunkel- bis rotbraune, herzförmige Delikatesse gehört zu den Nüssen. Maronen haben jedoch weitaus weniger Fett als die meisten ihrer Verwandten und können mit 215 Kalorien pro 100 Gramm nicht als Dickmacher gelten. Dafür sind sie reich an Vitamin E sowie den Vitaminen der B-Gruppe, Kalium, Magnesium und Phosphor. Darüber hinaus enthalten Maronen genau so viel Vitamin C wie Mandarinen: 300 Milligramm pro 100 Gramm Frucht.

Das brauchst du:

Die meisten Maronen, die bei uns in den Handel kommen, stammen aus Frankreich oder Italien (Foto: Public Address)Die meisten Maronen, die bei uns in den Handel kommen, stammen aus Frankreich oder Italien (Foto: Public Address)

200g Maronen (geschält gewogen)
2 EL Zitronensaft, nach Geschmack auch mehr
1 EL Rapsöl
1 EL Frischkäse
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
1 Bund glatte Petersilie
Roggenvollkornbrot

So wird's gemacht

Wenn du frische Maronen auf dem Markt bekommst, lege nur solche mit glänzender Schale in deinen Korb. Eine matt-stumpfe Oberfläche weist nämlich auf alte, vertrocknete Exemplare hin. Zuhause ritzt du dann die einzelnen Früchte am flachen Ende kreuzweise ein. Jetzt einen Topf mit reichlich Salzwasser aufsetzen und die Maronen für etwa 30 Minuten kochen. Nutze diese Zeit, indem du schon die Petersilie fein hackst und die Zitrone auspresst. Wenn die Maronen fertig sind, gieße das Wasser ab und lasse sie etwas abkühlen. Befreie die Esskastanien nun von der Schale und dem dünnen Häutchen darunter, das bitter schmeckt.

Falls du an der Gemüsetheke des Supermarkts nur bereits vorgekochte, vakuumverpackte Ware gefunden hast, kannst du auch diese verarbeiten. Koche sie einfach für fünf Minuten und steige dann hier ins Rezept ein. Püriere die geschälten Maronen mit dem Mixstab oder in der Küchenmaschine und verrühre die Masse gründlich mit dem Frischkäse, dem Öl und dem Zitronensaft. Anschließend mit den Gewürzen kräftig abschmecken. Jetzt füllst du die fertige Maronencreme in ein sauberes, fest verschließbares Gefäß. Für diesen Zweck eignet sich beispielsweise ein altes Marmeladenglas.


Zum Anrichten schneidest du einige Scheiben Vollkornbrot ab und bestreichst sie mit deiner selbst gemachten Maronencreme. Jetzt nur noch die Kräuter darüber streuen und genießen!

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Köchin, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.

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