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Neue Studie

Depressiv wegen Fettsäure-Mangels?

published: 03.02.2011

Wer viel Fisch isst, beugt einem Mangel an Omega-3-Fettsäuren vor (Foto: Public Address) Wer viel Fisch isst, beugt einem Mangel an Omega-3-Fettsäuren vor (Foto: Public Address)

In hoch industrialisierten Ländern nehmen die Menschen oft nicht genügend Omega-3-Fettsäuren mit der Nahrung auf. Stattdessen essen sie zu viel gesättigte Fette. Ein französisch-spanisches Forscherteam wollte herausfinden, welche Folgen ein lebenslanger Mangel an Omega-3-Fettsäuren hat, und startete einen Versuch mit Mäusen.

Neuronaler Defekt

Die Wissenschaftler fütterten schwangere Mäuse mit Nahrung, die kaum Omega-3-Fettsäuren enthielt. Nach der Entwöhnung der Jungen von der Muttermilch erhielten auch diese die Mangeldiät. Anschließend analysierten die Forscher die Mäusegehirne. Es stellte sich ein neuronaler Defekt heraus: Der so genannte Cannabinoid-Rezeptor hatte vollständig seine Funktion verloren. Dieser Rezeptor spielt eine entscheidende Rolle in der Signalübertragung. Außerdem zeigten sich bei den Mäusen Anzeichen depressiven Verhaltens. Wie die Forscher weiter nachweisen konnten, schlägt sich die neuronale Störung in mindestens zwei Gehirnarealen nieder, welche Gefühle, Motivation und Belohnung steuern.

Die beiden Erstautoren der Studie, Olivier Manzoni and Sophie Layé, sehen den vermuteten Zusammenhang zwischen einem Mangel an Omega-3-Fettsäuren und einer Störung des Gemütszustandes als bestätigt an. Sie verstehen die Ergebnisse auch als Erklärung, warum in industrialisierten Ländern immer mehr Depressionen auftreten. Die Wissenschaftler berichten über ihre Erkenntnisse in der Online-Ausgabe des Fachmagazins "Nature Neuroscience".

Omega-3-Lieferanten

Die langkettigen Omega-3-Fettsäuren gehören zu den essentiellen Fettsäuren. Das bedeutet, dass sie vom Körper nicht selbst hergestellt werden können. Omega-3-Fettsäuren kommen in fetten Fischen wie Hering und Makrele sowie in Pflanzenölen, beispielsweise Raps-, Leinsamen- und Sojaöl, vor.

[TK]

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