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Atomkatastrophe

Wie sicher sind Lebensmittel aus Japan?

published: 30.03.2011

Sind bei Lebensmitteln aus Japan gesundheitliche Bedenken angebracht? (Foto: Public Address) Sind bei Lebensmitteln aus Japan gesundheitliche Bedenken angebracht? (Foto: Public Address)

Nach den Atomunfällen der havarierten Reaktoren des Kraftwerks Fukushima messen Experten in der Evakuierungszone zunehmend stark erhöhte Werte radioaktiver Strahlung. Bei Lebensmitteln wie Milch und Blattgemüse wie Spinat im Erdbebengebiet stellten sie bereits eine hohe gesundheitsgefährdende radioaktive Belastung fest. Auch im Regenwasser vermuten die Behörden schädliche Stoffe. Im Ozean nahe den Meilern wurde am 30. März eine Belastung von radioaktivem Jod gemessen, die 3355fach höher ist als erlaubt.

9000 Kilometer entfernt fragen sich viele Menschen in Deutschland inzwischen, ob sie hier vor den gesundheitlichen Auswirkungen sicher sind. Ist es gefährlich, Sushi zu essen? Wie steht es mit grünem Tee oder Sojasauce? Können asiatische Nudeln oder Algen aus Japan, die bei uns im Supermarkt-Regal liegen, kontaminiert sein? Die Techniker Krankenkasse (TK) informiert.

Keine Gefahr bei Sushi

Bei Sushi kannst du dir auch nach der Atomkatastrophe in Japan sicher sein, dass die Happen nicht radioaktiv belastet sind (Foto: Public Address)Bei Sushi kannst du dir auch nach der Atomkatastrophe in Japan sicher sein, dass die Happen nicht radioaktiv belastet sind (Foto: Public Address)

2010 führten die Deutschen Nahrungsmittel im Wert von rund 33 Millionen Euro aus Japan ein. Bei den Importen handelte es sich vor allem um Fischspezialitäten, Grüntee und Algen. Was diese Produkte betrifft, geben Wissenschaftler, Umweltverbände und Politiker zum Glück einhellig Entwarnung. Auch die Verbraucherzentralen sind sich einig, dass es ungefährlich ist, Lebensmittel aus Japan zu essen, die jetzt in Restaurants oder Supermärkten angeboten werden. Sie stammen alle noch aus der Zeit vor dem Erdbeben am 11. März. Ebenfalls völlig sicher sei es, in einem Restaurant oder einer Imbiss-Kette Sushi zu bestellen. Milch und Spinat, die bei uns in den Geschäften stehen, stammen nicht aus Japan und können ohne Bedenken verzehrt werden.

Verschärfte Kontrollen

Für die Zukunft ist es jedoch möglich, dass einige Lebensmittel wie Algen, Meeresfrüchte und Fische aus Japan und dem Pazifik belastet sein könnten. Dann würden allerdings die verschärften Kontrollen der Europäischen Union und Deutschlands greifen. Genaue Untersuchungen sorgen dafür, dass gesundheitsgefährdende Produkte nicht ins Land kommen. Lebensmittel aus den belasteten Regionen dürfen nur noch in Deutschland eingeführt werden, wenn sie zuvor in Japan streng kontrolliert und zertifiziert wurden, teilte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner am 25. März in Berlin mit. Laut der EU werden dabei Produkte aus zwölf Präfekturen, die in der Nähe des Katastrophen-Reaktors Fukushima liegen, besonders unter die Lupe genommen. Auch Lebens- und Futtermittel aus nicht belasteten Regionen Japans werden stichprobenartig überprüft. Die großen Fischbestände im Pazifik sind nach Expertenangaben nicht von radioaktiver Verseuchung bedroht.

Kein erhöhtes Risiko

Die Zollverwaltung prüft zudem alle Warensendungen aus Japan mit Geigerzählern, wie das Finanzministerium mitteilte. Auf dem Seeweg seien noch keine Waren eingetroffen, die nach dem Unglück abgeschickt wurden. Sowohl die EU wie auch die Verbraucherministerin betonten, bei diesen Schritten handele es sich um reine Vorsichtsmaßnahmen. Es bestehe kein erhöhtes Risiko für die Verbraucher.

Wer ganz sicher sein will, auch in Zukunft keinen Fisch aus den betroffenen Gebieten zu kaufen, sollte wissen, dass auf den Verpackungen die Fanggebiete gekennzeichnet sein müssen. Heikel ist Fanggebiet 61. Wer sich trotz aller Kontrollen unwohl dabei fühlt, ein Produkt aus dieser Region zu kaufen, sollte zur Alternative in die Tiefkühltruhe nebenan greifen.

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Köchin, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.

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