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Trend: weißer Tee

Die Tasse Extraklasse

published: 06.02.2006

Statt einer Tasse bereitet man sich am besten gleich eine ganze Kanne weißen Tee zu  (Foto: shutterstock.com/Jetsadaphoto) Statt einer Tasse bereitet man sich am besten gleich eine ganze Kanne weißen Tee zu (Foto: shutterstock.com/Jetsadaphoto)

Gerade im Winter gibt es nichts Besseres, als zwischen der Lernerei die Füße hochzulegen und bei einer heißen Tasse Tee zu relaxen. Weißer Tee ist der neueste Trend im Teeregal. Er gilt als die edelste Sorte der Welt. Seinen Namen verdankt der weiße Tee dem silbrigen, seidenartigen Flaum, der die Knospen der Pflanze umgibt. Durch eine besonders schonende Verarbeitung erhält er seine exklusive Note. Dem Tee werden viele positive Wirkungen auf unsere Gesundheit nachgesagt. Schon im 11. Jahrhundert vor Christus kannte man in China dieses milde und blumig schmeckende Getränk und schätzte seine Heilkraft.

Auch weißer Tee sieht grünlich aus (Foto: Public Address)Auch weißer Tee sieht grünlich aus (Foto: Public Address)

Aus den Bergen Chinas
Angebaut wird der weiße Tee zum überwiegenden Teil in den hohen Bergregionen der Provinz Fujian in Südostchina. Im Frühling sind die ersten Austriebe der Teebüsche besonders hochwertig, wobei nur die ungeöffneten und unverletzten Blattknospen geerntet werden. Auch gilt es, eine bestimmte Tageszeit und geeignetes Wetter einzuhalten. Die silbrig-weiß behaarten, großen und saftigen Knospen werden mehrmals im Jahr handgepflückt.

Im Unterschied zu grünem und schwarzem Tee, die in Pfannen geröstet bzw. noch fermentiert werden, wird der weiße Tee schonend bei schwachem Tageslicht luftgetrocknet. Wenn er 80 bis 90 Prozent seiner Feuchtigkeit verloren hat, kommt der Tee in große Körbe, wird kurz erhitzt und trocknet noch einmal an der Luft. Unglaublich: Für ein Kilo weißen Tee müssen rund 30.000 Knospen gepflückt werden.

Die am weitesten verbreitete Sorte ist der Pai Mu Tan, was "weiße Pfingstrose" bedeutet. Yin Long ("Silberdrache") gilt als eine der ältesten Sorten, während die hochwertigste und somit auch teuerste Sorte der Yin Zhen, zu deutsch "Silbernadel" oder englisch "Silvery Pekoe", ist. Für seine Spitzenqualität werden nur die schönsten und aromatischsten Triebe verwendet.

Wertvoll für die Gesundheit
Durch die besonders schonende Verarbeitung und den Verzicht auf das Fermentieren bleiben beim weißen Tee viele wertvolle Inhaltsstoffe erhalten. Zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften sagt man diesem Tee nach, besonders der teuren Frühjahrsernte. Insgesamt ist der Tee noch sehr wenig erforscht, daher kann man nicht von wissenschaftlich abgesicherten Wirkungen sprechen.

Legenden zufolge soll weißer Tee lebensverlängernde Kräfte besitzen. Er beruhige den Magen, entschlacke und beuge Hautalterung vor. Er soll die Zähne stärken, im Winter vor Grippe schützen, cholesterinsenkend wirken und die Konzentration fördern. Da er dreimal mehr Polyphenole als grüner Tee besitzt, sagt man ihm nach, er beuge Krebs vor und stärke allgemein das Immunsystem. Die Chinesen glauben, dass weißer Tee den Blutdruck und Fieber senkt, im Sommer die Körpertemperatur ausgleicht und hilft, Gifte aus dem Körper zu schwemmen.

Die ideale Zubereitung
Weißer Tee wird nicht bitter und besitzt ein leichtes Aroma. Daher ist es nicht schlimm, wenn du den Tee einmal zu lange ziehen lässt. Hier jedoch einige Tipps für eine genussvolle Teezeremonie:
Wärme zuerst eine Teekanne mit heißem Wasser vor. Das Teewasser kurz erhitzen, einige Minuten stehen lassen und dann über die losen Blätter gießen. Als Grundregel gilt: Etwa einen halben Teelöffel pro Tasse verwenden. Lasse den Tee ungefähr zwei bis drei Minuten ziehen und gib den Tee dann durch ein Sieb.

Da weißer Tee sehr schnell altert, solltest du nur kleine Mengen einkaufen. Bewahre ihn stets fern von fremden Gerüchen auf. Nur dann behält er sein unvergleichliches Aroma.

[Melanie Eberlein]

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