Alles über Kürbisse

Gesunde Allrounder

published: 30.10.2015

Kürbis wird bereits seit 5000 v. Ch. angebaut (Foto: shutterstock.com/Romania Lee) Kürbis wird bereits seit 5000 v. Ch. angebaut (Foto: shutterstock.com/Romania Lee)

Bald ist wieder Halloween und auch hierzulande wird das amerikanische Fest jedes Jahr zum Spektakel. Kaum jemand wundert sich noch über schauderhaft verkleidete Gruselgestalten, die am Abend des 31. Oktober an der Haustür klingeln und "Süßes oder Saures!" brüllen. Viele Menschen schmücken in der nebligen Herbstzeit Haus und Hof mit allerlei Gespenstischem, besonders der Kürbis steht als Dekoration hoch im Kurs. Ausgehöhlte Kürbisfratzen lachen dem friedlichen Gast schon fies aus manch einem Vorgarten entgegen.


Kürbisse und Halloween – eine uralte Tradition

Aber woher kommt die enge Verknüpfung von Kürbis und Halloween eigentlich? Eine irische Sage erzählt die Geschichte des gemeinen Bösewichts "Geiziger Jack". Der alte Mann war ein Trinker und Betrüger, der jedem, der ihm begegnete, übel mitspielte. Eines Tages traf der Halunke den Teufel und lockte ihn durch eine List auf einen Apfelbaum. Als Luzifer ganz oben saß, ritzte Jack Kreuze in den Stamm, der Teufel war gefangen. Als Bedingung, ihn wieder herunterzulassen, musste er Jack versprechen, ihm niemals seine Seele zu nehmen.

Einige Jahre später starb Jack, doch blieben ihm die Himmelspforten aufgrund seines üblen Lebenswandels verschlossen. Und der Teufel hielt sein Versprechen - er gewährte ihm keinen Einlass in die Hölle. Der böse Mann wurde ängstlich, da er nicht wusste, wohin er sich in der Dunkelheit wenden sollte. Satan zeigte Erbarmen und schenkte ihm ein Stück Glut aus dem Höllenfeuer. Um die heiße Kohle besser tragen zu können, legte Jack sie in eine ausgehöhlte Rübe und leuchtete sich mit ihrer Hilfe den Weg zwischen Himmel und Hölle.


Viele Menschen glaubten, diese Laterne hielte böse Geister und Dämonen ab, weshalb sie sie in Halloween-Nächten aufstellten. Irische Einwanderer entdeckten in Amerika die wesentlich größeren und daher besser geeigneten Kürbisse und bastelten von da an ihre "Jack O´Lanterns" aus Kürbissen. Um ihre abschreckende Wirkung noch zu verbessern, ritzten sie Fratzen und Grimassen in die Früchte.

Geschichte der Kürbiskultur

Der Kürbis findet seine Ursprünge auf dem amerikanischen Kontinent, wo archäologischen Funden zufolge die Ureinwohner Perus und Mexikos die Pflanze schon zwischen 3000 und 5000 vor Christus anbauten. Erst im 16. Jahrhundert erreichte die Frucht Europa, wo sie zunächst als "Arme-Leute-Essen" oder Viehfutter gehandelt wurde.

Zierkürbisse sind nicht zum Verzehr geeignet (Foto: Public Address)Zierkürbisse sind nicht zum Verzehr geeignet (Foto: Public Address)


Heute sind bis zu 800 verschiedene Sorten bekannt, die gewöhnlich in Zier- und Speisekürbisse eingeteilt werden und botanisch zu den Beeren zählen. Neben Hokkaido, Spaghetti- und Butternutkürbis, Türken-Turban und Bischofsmütze gehören übrigens auch Zucchini, Gurke und Wassermelone zu den Kürbisgewächsen.

Schmackhaft und gesund

Der Kürbis zeichnet sich neben seiner traditionellen Bewandtnis durch seine vielseitige Verwendbarkeit aus. Er ist ein Allrounder, fast alle Teile der Frucht lassen sich nutzbringend verarbeiten und beinhalten gesunde Nährstoffe.

Das Kürbisfleisch enthält in Form von Karotin wertvolles Vitamin A, welches für die Sehkraft und den Stoffwechsel von Haut und Schleimhäuten eine wichtige Rolle spielt. Weiterhin liefert es die Vitamine C, D und E. Während Ersteres das Immunsystem stärkt und somit präventiv gegen Infekte wirkt, greift Letzteres regulierend in den Fettstoffwechsel ein. Zusätzlich enthält der Kürbis eine Reihe von Ballaststoffen und Mineralien wie Kalium, Kalzium und Folsäure. Der Frucht wird eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt, außerdem soll der Verzehr gegen Verdauungsstörungen helfen.

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